Festliches Burgdorfer Neujahrskonzert eröffnete das neue Themenjahr

Ein glanzvolles Neujahrskonzert gestalteten in glänzender Musizierlaune das Johann-Strauss-Orchester Hannover zusammen mit der Sopranistin Viktoria Car, Bariton Dietmar Sander als Solisten und dem Extra-Chor der Staatsoper Hannover. (Foto: VVV/Burkhard Wolters)
 

Ein Gastbeitrag von Burkhard Wolters - Schwungvolle musikalische Reise im „Vergnügungszug“

BURGDORF. Einen opulenten Auftakt des neuen Themenjahres „Burgdorf: Hier findet Ehrenamt Stadt!“ erlebte das Publikum des Festlichen Neujahrskonzerts im ausverkauften Theater am Berliner Ring. VVV, Stadtmarketing Burgdorf und die Stadt Burgdorf setzten als Gastgeber wieder alle Hebel in Bewegung, um den Konzertabend zu einem herausragenden Ereignis zu gestalten.
Wie in den Jahren zuvor, stand das von István Szentpáli dirigierte Johann-Strauss-Orchester Hannover im Mittelpunkt und präsentierte sich in glänzender Musizierlaune. Gesangliche Glanzpunkte vermittelten die Sopranistin Viktoria Car, Bariton Dietmar Sander und der Extra-Chor der Staatsoper Hannover.
Gleichsam als Motto des Abends lud Johann Strauss die Zuhörer zu einem „Vergnügungszug“ ein, so der Titel seiner 1864 komponierten Polka, die schon den ganzen Wiener Klangzauber entfaltete, mit dem er sich bis heute einen festen Platz im Konzertleben eroberte. Dass die Konkurrenten des unangefochtenen Walzerkönigs Johann Strauss ebenfalls mit großem musikalischen Talent gesegnet waren, stellten die hannoverschen Musiker mit dem Walzer „Winterstürme“ von Julius Fucik unter Beweis, in dessem Werkverzeichnis über 400 in der ganzen Donaumonarchie erklungene Werke verzeichnet sind.
Gefällige Melodik und ohrenschmeichelnder Klangsinn zeichneten ebenso die weiteren Konzertstücke aus, in die NDR-Moderator Philip Beisteiner kurzweilig einführte. Dabei begab sich das Johann-Strauss-Orchester auch auf französisches Terrain und ließ den Walzer „Die Schlittschuhläufer“ von Emile Waldteufel erklingen, der die Pariser Konzertsäle beherrschte.
Viktoria Car zeigte sich den hohen stimmlichen Anforderungen gewachsen, die Jacques Offenbach in der Arie der Olympia aus seiner einzigen Oper „Hoffmanns Erzählungen“ stellt, und erhielt dabei den gesanglichen Beistand des Extra-Chors der Staatsoper. Unter dessen Begleitung vereinte sich die Sopranistin zum Abschluss des offiziellen Programmteils noch einmal mit dem Bariton Dietmar Sander zu einem Duett aus der Operette „Zum Weissen Rössl“ von Ralph Benatzky. Das Publikum honorierte den Beitrag aller Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus, für den sie sich mit drei Zugaben bedankten, darunter der Radetzky-Marsch von Johann Strauss Vater.
Vor dem Neujahrskonzert nahm der für die Ausrichtung des neuen Themenjahres verantwortliche Stadtmarketing-Verein die Gäste mit einem stimmungsvollen Vorprogramm in Empfang. Die mit drei hannoverschen Dixie-Veteranen besetzte Jazzformation „Swing-Mobil“ verlieh mit Saxophon, Banjo und Sousaphon traditionellen Jazzklassikern und Schlagern der 1920er Jahre eine erfrischende musikalische Note.
Eine beeindruckende Performance aus Musik, Licht und Bewegungstheater bot die Fenix Theatre Company in ihrem Walk-Act „The Light of Visions“. Mit Stelzenakrobatik, Pantomimik und Leuchteffekten schufen die Künstler eine Traumvision, in der fantastische Lichtgestalten das Publikum umschwirrten. Informationen über die Höhepunkte des neuen Themenjahres rundeten das Geschehen ab.
In seiner Begrüßungsrede dankte Themenjahr-Projektleiter Rüdiger Funke passend zum neuen Themenjahr allen ehrenamtlichen Helfern im organisatorischen Umfeld und rief in Erinnerung, dass die Unterstützung wichtiger Sponsoren eine entscheidende Voraussetzung für die Realisierung des Neujahrskonzerts gewesen sei. Seine Dankesworte richtete er an die Hannoversche Volksbank für die Unterstützung des Konzertabends und an die CP-Pharma GmbH, E-CENTER-CRAMER, Stadtwerke Burgdorf GmbH, KSB INTAX - die Wirtschaftskanzlei und die Verlagsgesellschaft Madsack für ihren Beitrag zum Vorprogramm.