Ferienbedingte Provinzionalität statt Internationalität?

„Not amused“ zeigten sich die ehrenamtlichen Gero von Oettingen und Christel Hoffmann-Pilgrim (v. li.) über die besucherlose (Teil-)Ausstellungseröffnung „Internationalität am Gymnasium Burgdorf“. (Foto: Georg Bosse)

„Tote Hose“ in der Burgdorfer KulturWerkStadt

BURGDORF (gb). Es hätte am vergangenen Karfreitag, 6. April, sehr interessant werden können. Aber entgegen der öffentlichen Ankündigung (im MARKTSPIEGEL v. 4. April), dass eine Seminarfachgruppe des Burgdorfer Gymnasiums eine Sonderausstellung über die multinationale Zusammensetzung ihrer Schülerschaft eröffnet, gab es in der KulturWerkStadt an der „baustellengebeutelten“ Poststraße 2 nur gähnende Menschenleere. Vielleicht war auch der Zeitpunkt für diese Gymnasiasten-Ausstellung in den Osterferien (26. März bis 11. April) von den Verantwortlichen völlig falsch gewählt worden.
Denn der zweite erläuterungswürdige Ausstellungstag war für den Ostersonntag, 8. April, vorgesehen. So stand es auch in den Terminkalendern von Christel Hoffmann-Pilgrim und Gero von Oettingen. Und die ehrenamtlichen Aufsichtspersonen waren wirklich „not amused“, als sich an dem „stillen Feiertag“ in der Zeit nach der offiziellen Öffnung der KulturWerkStadt ab 14.00 Uhr überhaupt keine Mitglieder der Seminarfachgruppe und auch keine gymnasialen „Internationalitäts“-Besucher blicken lassen wollten.
„Abgesehen davon, dass es an diesem Karfreitag für uns mehr als langweilig ist, stehen wir uns heute drei Stunden lang die Beine in den Bauch“, monierten Hoffmann-Pilgrim und v. Oettingen das Sonderausstellungs-Timing der federführenden, just im (Oster-)Urlaub weilenden Projektleiterin Ursula „Uschi“ Wieker sowie des Stadtmarketing-Geschäftsführers (SMB) Gerhard Bleich vollends zu Recht. So zeigte sich Burgdorf und sein Gymnasium an diesem feierlichen Ferientag nicht „international“, sondern „very local.“