FDP will Wochenmarkt auf die Marktstraße verlegen

Gerd Mulsow (CDU; li.) sowie die FDP-Ratsherren Erwin Brennecke (re.) und Karl-Ludwig Schrader (2.v.li.) diskutierten mit dem liberalen Fraktionschef Dieter Lüddecke (Mi.) über Maßnahmen zur Belebung des Burgdorfer Zentrums. (Foto: Georg Bosse)

Liberale suchen politische Schnittmengen bei SPD und CDU

BURGDORF (gb). Nachdem sich die ersten Baumaßnahmen zum geplanten Stadtstraßenumbau dem Ende neigen, fragen sich nicht nur die Burgdorfer Freidemokraten, wie es künftig mit der Belebung der Innenstadt weiter gehen soll. Zu diesem Zukunftskomplex diskutierte der Liberale Stammtisch im Hotel/Restaurant „Schwarzer Herzog“. In diesen Themenbereich gehören auch Überlegungen zu attraktiven Veranstaltungen und eine sinnvolle Verkehrslenkung im Zentrum der Burgdorfer City. „Mehr Leben im Zentrum“, forderte der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Burgdorf/Uetze, Armin Pollehn.
Weil der Samstag-Wochenmarkt zur Kultur der Stadt gehöre, sollte er wegen der guten Erreichbarkeit für Kunden und Händler in die „oberere“ Marktstraße verlegt werden, so Pollehn. Denn nach Ansicht der FDP würde der Markt an dem vorgeschlagenen Standort die gesamte Marktstraße stärken. FDP-Ratsherr Karl-Ludwig Schrader dazu: „Mit dem Markt auf der Marktstraße muss Qualität hinzugewonnen werden.“ Die viel diskutierte Lage „Spittaplatz“ lehnt die FDP ab, weil dieser zu klein sei. Der liberale Fraktionsvorsitzende, Dieter Lüddecke, setzte hinzu, dass zur (Lebens-)Qualitätsverbesserung in der Innenstadt auch sanierter und preiswerter Wohnraum beitragen könnte. In diesem Zusammenhang nannte Lüddecke die „zu spät entwickelten Gewerbeflächen“ als Schwäche Burgdorfs.
Die Stammtisch-Gäste Gero von Oettingen und Gerd Mulsow (beide CDU) nahmen bereitwillig zur Kenntnis, dass die Burgdorfer FDP die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre mit den Christdemokraten gerne fortsetzen würde. Aber man habe sich mit einem klaren Votum entschieden, keinen der beiden Bürgermeisterkandidaten, Mirco Zschoch (CDU) oder Alfred Baxmann (SPD), bei ihrem politischen Kampf ums Amt zu unterstützen. „Wir werden die beide Wahlprogramme auf gemeinsame Schnittmengen hin genau überprüfen“, erklärte Armin Pollehn.