Fast 600 Finisher beim Triathlon

Start zum Volkslauf
 

Erstmalig Anti-Doping-Team vor Ort

VON DANA NOLL

ALTWARMBÜCHEN. Der Triathlon in Altwarmbüchen entwickelt sich immer mehr zu einem sportlichen Top- Ereignis für Triathleten in Norddeutschland! Eckhard Bade vom SC Altwarmbüchen sprach sogar vom „besten Triathlon, den wir je hingelegt haben.“ Damit bezieht sich der Chef-Organisator nicht nur auf den Teilnehmerrekord - 589 Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder kamen durch das Ziel - sondern vor allem, auf die Steigerung in der Qualität, insbesondere in der Gesamtorganisation.
„Wir haben die Radstrecke verkürzt und dadurch auch Gefahrenpunkte entschärft“, erklärt Bade. Auch der Bereich der Start-/Zielzone wurde optimiert. „Die Wechselzone ist eine hoch-logistische Herausforderung. Alle Teilnehmer sind ehrgeizig und treffen hier aufeinander, da gilt es die Kollisionspunkte zu entschärfen“, erklärt er.
In diesem Jahr war erstmalig ein Anti-Doping-Team der Deutschen Triathlon Union vor Ort. „Das ist ein ganz normales Prozedere, dass nun im sechsten Jahr auch unser Triathlon durchlaufen musste“, erklärt der Organisator, der die Aktion nicht nur als positiv sondern auch als „Aufwertung des Sport-Events“ empfand. „Wir stehen für sauberen Sport, Doping hat hier nichts verloren! Die Aktion zeigt, welch` hohen Stellenwert unser Triathlon bereits hat“, so Bade.
Die drei Erstplatzierten bei den Damen wie auch bei den Herren wurden unmittelbar nach dem Wettkampf von ärztlichen Begleitpersonen ins "Dopingzentrum" (Vereinsheim des WSV) gebracht und mussten dort eine Urinprobe abgeben. „Das läuft nach geregelten Vorschriften“, so Bade. Diese Proben werden dann an ein zertifiziertes Prüfbüro geschickt.
„Sollte etwas auf Doping hinweisen, gibt es eine Anhörung und es wird noch die zweite Probe, die B-Probe überprüft. Sollte sich der Verdacht dann bestätigen, folgt eine Wettkampf-Sperre“, erklärt Eckhard Bade das Prozedere.
Trotz der Euphorie gab es dennoch einen kleinen Wermutstropfen für Bade. „Die Beteiligung beim Nachwuchs hätte größer sein können“, so der Organisator. So gingen nur 30 Kinder und 20 Jugendliche an den Start. „Das lag sicher auch an dem ungünstigen Termin. Wir hätten einen anderen Termin bevorzugt, dass war aber auf Grund des Moorfestes nicht möglich“, kritisiert Bade. Auch über den Zustand des Weges hagelte es von Seiten der Sportler Kritik. Bade hofft, dass sich „nun zum Ende der Saison etwas in dem Punkt tut.“
Beim 6. Altwarmbüchener Triathlon konnten dann bei idealen Wetterverhältnissen folgende Athleten überzeugen: Alexander Brennecke (1:55:08) holte sich auf der olympischen Distanz (1.500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer laufen) den Sieg und verwies den Arnumer Christian Haupt (1:59:22), der erst vor zwei Wochen beim Hamburg- Ironman am Start war, auf den zweiten Platz. Sören Schatz landete nach 2:02:03 auf den dritten Rang. Bei den Damen - die in diesem Jahr nicht nur zahlreich vertreten waren, sondern auch stark im Wettkampf - kam Julia Dreyer vom TSV Bokeloh nach 2:19:23 als Erste ins Ziel. Auf den zweiten Platz landete Iris Zierdt (2:36:45) vom LAV 07 und auf den dritten Platz kam Nina Ott (2:38:10) vom Garbsener SC.
Beim Volkstriathlon war Silas Bergmann (1:00:10) von Hannover 96 Triathlon ganz oben auf dem Treppchen vor Nico Markgraf (1:00:37) vom TSV Anderten und Fabian Schumann (1:03:02) von Trias Hildesheim. Bei den Damen siegte Julia Bremer vom SC Altwarmbüchen mit einer Zeit von 1:19:09 vor Svenja Holenburg (1:19:19) von Hannover 96 Triathlon und Judith Gartmann (1:22:01) vom Hannoverschen Ruderclub.
Beim Jugendtriathlon kam Franca Potte (00:38:47.1) vom TSV Anderten zuerst ins Ziel. Dahinter reihte sich Emma Langer (00:39:42.1) vom Lehrter SV Triathlon. Bei den Jungen siegte Tim Leo Brenker (00:39:37.1) von Hannover 96 Triathlon vor Leon Reinke (00:41:19.2) vom SC Altwarmbüchen.
Im Kinderwettkampf gewann Mattis Bennigsen (00:15:14.3) vom TSV Pattensen bei den Jungen und das schnellste Mädchen war Elisa Ostländer (00:17:24.8) von Hannover 96.