Erfolgreiche Veranstaltungen zur Gesundheit von Familien in Burgdorf

Burnout in der Familie vermeiden – die Psychotherapeutin und Elterntrainerin Isabel Kiefer gab Tipps und Antworten zu diesem in der „Nanny“-Gesellschaft noch tabuisierten Thema. (Foto: Stadt Burgdorf/Petra Pape)
 
Friedhelm Neumann vom Diakonieverband informierte Schritt für Schritt über den richtigen Umgang mit der Bewilligungsbürokratie für eine Mutter-Vater Kind-Kur. (Foto: Stadt Burgdorf/Petra Pape)
BURGDORF (r/kl). Die ersten Veranstaltungen des Burgdorfer Bündnisses für Familien zum Thema „Gesundheit“ sind gut angenommen worden. Bereits am Montag, 20. September, folgt ab 19.00 Uhr unter dem Titel „Wer sich nicht bewegt, bleibt sitzen!“ ein Vortrag in der Realschule zu „Lernen braucht Bewegung“ für Eltern, ErzieherInnen, Lehrkräfte und ÜbungsleiterInnen.
Bei der ersten Veranstaltung gab die Psychotherapeutin und Elterntrainerin Isabel Kiefer Antworten auf viele Fragen: Woran erkenne ich Burnout? Was kann ich dagegen tun? Wo bekomme ich Hilfe? Sind immer alle in der Familie betroffen?
Der Seminarabend gab zudem Anregungen sich selbst zu reflektieren und festzustellen, wer, wann und wo etwas geändert werden kann.
„Der Abend war sehr erfolgreich, denn alle Gäste bestätigten, dass sie etwas Wichtiges mit nach Hauses nehmen, das sie in Zukunft berücksichtigen und das ihnen Unterstützung bei der Bewältigung ihrer vielfältigen Anforderungen geben kann, resümierte Sonja Lenort, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit der AOK Burgdorf.
Auch die zweite Veranstaltung im AWO Kindergarten war gut besucht. Friedhelm Neumann vom Diakonieverband informierte Schritt für Schritt über die richtige Antragstellung zu einer Mutter-Vater Kind-Kur.
Dabei kommt es auf die gute Beratung und die richtige Vorgehensweise an. „Viele Anträge werden erst einmal abgelehnt“, bestätigte er, die Aussage einer Mutter, „aber ein Widerspruch lohnt sich meist“.
Damit die Antragstellung Erfolg hat muss man ein Attestformular für den Kurantrag in einer Beratungsstelle oder im Internet unter www.muettergenesungswerk.de. besorgen. Auf diesem muss der Arzt die Krankheit der Mutter bzw. des Vaters und/oder die des Kindes möglichst genau beschreiben.
Mit dem ausgefüllten Attest sucht man dann am Besten eine Beratungsstelle auf, die dann bei allen weiteren Schritten kostenlos unterstützt. Hier kann vorab geklärt werden, welche Kureinrichtung die richtige ist, ob Mutter bzw. Vater besser allein fahren sollte, wo die Kinder untergebracht werden.
Die Koordinatorin des „Bündnis für Familien“, Petra Pape, ist mit der Resonanz auf die Infoveranstaltungen sehr zufrieden. „ Es hat mich gefreut, dass viele Mütter aber auch ein paar Väter schon mit konkreten Fragen kamen. Das zeigt den Bedarf von Familien an Beratung und Unterstützung, den wir durch die Zusammenarbeit im Bündnis ernst nehmen.“
Zwei weitere Veranstaltungen finden noch in Kooperation mit der AOK statt: Was tun, wenn Kinder die Gruppe stören, Unruhe verbreiten, ungeschickt sind, sich verweigern? Unter dem Titel „Wer sich nicht bewegt, bleibt sitzen! wird am Montag, 20. September, ab 19.00 Uhr in der Realschule zum Thema „Lernen braucht Bewegung“ informiert. Eltern, ErzieherInnen, Lehrkräfte und ÜbungsleiterInnen sind dazu herzlich willkommen.
Am Mittwoch, 27. Oktober, ab 19.30 Uhr in der AOK Burgdorf, Heinrichstraße 29, heißt das Thema dann „Verunsichert - schikaniert - ausgegrenzt - Mobbing in der Schule“. Wie und wo passiert es und was mache ich im akuten Fall? Was können Eltern, Schule und Kinder langfristig tun? Dieser Abend soll darauf Antworten bieten.