Erdgas mit einem neuen Warngeruch

Ein bisschen wie faule Eier und Knoblauch

BURGDORF (r/jk). Ein bisschen wie faule Eier und Knoblauch – so in etwa roch ausströmendes Gas bisher. Der Netzbetreiber Stadtwerke Burgdorf Netz GmbH wird nun, wie auch die Avacon AG in weiten Teilen Niedersachsens ab 3. November auf einen neuen, schwefelfreien Warngeruch umstellen, der eher an Klebstoff oder Lösemittel erinnert.
Erdgas riecht von Natur aus nicht. Damit Menschen schon kleinste Mengen ausströmenden Gases aber schnell wahrnehmen können, ist dem Brennstoff ein Mittel beigemischt, ein so genanntes Odormittel. Es handelte sich bisher um den Stoff Tetrahydrothiopen, kurz THT, das den typischen Gasgeruch prägte. Der neue, patentierte und vom Gas-Dachverband DVGW zugelassene Stoff heißt Gasodor S-free.
Die schwefelfreie Neuentwicklung macht das Erdgas umweltfreundlicher bei gleichbleibender Zuverlässigkeit. Wie das Vorgängermittel THC lässt auch der neue Gasgeruch die Nase rümpfen: Es riecht ein bisschen wie Klebstoff oder Lösemittel. Im Kundencenter der Stadtwerke Burgdorf, Vor dem Hannoverschen Tor 12, liegen die entsprechenden Geruchskarten zum Proberiechen aus. Dass Gas nicht angenehm duftet, ist der Sicherheit geschuldet. Der üble Geruch soll selbst müde Menschen wachrütteln und alarmieren.
Wer Gasgeruch wahrnimmt, sollte dies unverzüglich der Störungsstelle telefonisch unter der Nummer 0800-42 82266 melden.