Endlich wieder echter Applaus

Comedian Roberto Capitoni sorgte für das Kultur-Comeback in Burgdorf. (Foto: Dana Noll)

Comedian Roberto Capitoni tritt vor rund 90 Zuschauern am Rodelberg auf

Burgdorf (dno). Endlich wieder ein Kulturprogramm in Burg­dorf! Nach dem Autokino an Pfingsten ging es für die Stadt in einen „unfreiwilligen Dornröschenschlaf“, wie es die Organisatoren vom Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) bezeichneten. Nun gab es ein wunderschönes Kultur-Comeback bei umwerfendem Sommerwetter und in einer schönen Kulisse. Der Rodelberg im Burg­dorfer Stadtpark wurde zum ersten Mal bespielt und bewährte sich als ideale Location für den Auftritt von Roberto Capitoni. Vom Hang hatten die etwa 90 Besucher auf ihren selbst mitgebrachten Decken nicht nur den geforderten Corona-Abstand, sondern auch einen hervorragenden Blick auf den Comedian. Für das leibliche Wohl sorgte Peter Widdel mit seinem Team.
Auch Burgdorfs Bürgermeister Armin Pollehn, der ein Grußwort an die Besucher richtete, zeigte sich erfreut über die erste Kulturveranstaltung in der Stadt nach der Zwangspause: „Ich bin als Bürgermeister quasi ohne Bürger gestartet. Auf den direkten Kontakt musste ich durch Corona verzichten. Auf 180 Autoscheiben wie beim Autokino zu schauen, ist eben nicht das gleiche, wie jetzt hier am Rodelberg. Das Wetter ist herrlich, alle können schön luftig sitzen!“
Bereits bei der 2. Burgdorfer Comedynacht „Burgdorf lacht“ vor zwei Jahren hatte der Italo-Schwabe Roberto Capitoni in einer Mixshow sein Talent bewiesen. Mit Wortwitz und schauspielerischem Talent überzeugte er auch am Rodelberg und sorgte für viele Lacher und Beifall bei den Besuchern. So ging es vor allem, um die zwei Seelen, die in seiner Brust schlagen, „die des heißblütigen Italieners und die, des etwas geizigen Schwaben.“ Auch Capitoni genoss, „endlich wieder vor echten Menschen zu spielen und nicht nur vor hupenden Autos“, so der Comedian, der vor kurzem im Mainzer Autokino auftrat.
Der renommierte Künstler schaut auf eine fast 40-jährige Karriere zurück. Seit 1981 ist der schwäbische Halbitaliener auf deutschen Bühnen aller Größenordnungen unterwegs. Ohne großes Bühnenbild – die drei Flaggenfarben grün, weiß, rot reichen – besticht er durch seine akrobatische Mimik und seinen quirligen Körper, der immer in Aktion ist. Blitzschnell wechselt er in verschiedene Charaktere, wie zum Beispiel, in die seines Onkels „Luigi“, der als „Pate der Familia“, die ein oder andere Weisheit für ihn parat hat: „Roberto, wenn du klug bist, stellst du dich immer ein wenig dumm, andersrum ist schwieriger!“