Einsatzübung in der Weststadt-Reha

Bei der Einsatzübung gelangen die Feuerwehrleute mit einer Steckleiter zum Dach der Weststadt-Reha. (Foto: Feuerwehr Heeßel)

Ortsfeuerwehr Heeßel probt die Suche nach Vermissten, Personenrettung und den Ablauf bei den Löscharbeiten

HEESSEL (r/fh). Als die Einsatzkräfte der Heeßeler Ortsfeuerwehr zum Therapiezentrum "Weststadt Reha" ausrückten, wussten sie noch nicht, dass es sich um eine Übung handelte. Wie bei einem realen Brand waren sie kurz nach 20 Uhr abends über die digitalen Meldeempfänger und die Sirene alarmiert worden. Insgesamt waren 21 Feuerwehrleute mit drei Fahrzeugen vor Ort.
Folgendes fiktive Szenario hatten sich Gruppenführer Marc Krey und der stellvertretende Ortsbrandmeister Reinhard Nicks für die Übung ausgedacht: Angenommen wurde ein Feuer im Trainingsraum des zweiten Obergeschosses. Ein Mitarbeiter konnte sich noch aus dem Fenster aufs Dach retten und sich bemerkbar machen. Ein weiterer wurde in dem Raum vernebeltem Trainingsraum vermisst. Das Team der Weststadt Reha stellte dafür die Praxisräume zur Verfügung, außerdem übernahm ein Mitarbeiter die Rolle eines Statisten.
Nach dem Übungseinsatz zieht Nicks ein positives Fazit: Bereits fünf Minuten nach der Alarmierung sei das erste Fahrzeug vor Ort gewesen. Im ersten Schritt kletterte ein Trupp unter Atemschutz über eine Steckleiter auf das Dach, um den Mitarbeiter von dort zu retten. Dabei hatten Krey und Nicks eine zusätzliche Schwierigkeit eingebaut. Denn der Statist auf dem Dach gab vor, massiv unter Höhenangst zu leiden, sodass die Einsatzkräfte ihn nicht über die Steckleiter hinabbringen konnten.
Im zweiten Schritt betrat ein weiterer Trupp unter Atemschutz die Praxisräume und gelangte zu dem mithilfe einer Nebelmaschine vernebelten Trainingsraum, wo sich in dem fiktiven Szenario der Brandherd befinden sollte. Mithilfe einer Wärmebildkamera fanden die Feuerwehrleute dort innerhalb von kurzer Zeit den zweiten Vermissten. Sie brachten danach beide Personen über das Treppenhaus aus dem Gebäude.
Danach leiteten sie die Löscharbeiten ein. Nach etwa 45 Minuten konnte Übungsende gegeben werden. "Alle Aufgaben sind erfolgreich gelöst worden", lobt Nicks. Der Einsatz in fremden Objekten sei immer wieder eine Herausforderung und eine wichtige und gute Probe für den möglichen Ernstfall.