Einigung im Sanierungsfall Kita Ehlershausen in Sicht?

Bürgermeister hofft auf eine schnelle gemeinsame Lösung

BURGDORF/EHLERSHAUSEN (gb). Seit geraumer Zeit ist zum großen Leidwesen der Eltern die Kindertagesstätte in Ehlershausen von Schimmel befallen. Der Ermittlung der Ursache und ihrer Verursacher, um an die richtige Adresse Haftungsansprüche stellen zu können, stellt die Betroffenen auf eine harte Geduldsprobe. Und das schiebt die dringliche Sanierung auf eine lange Bank.
Dabei hatte sich die Stadt auf Empfehlung ihres Rechtsbeistandes Uwe Rohe, Burgdorfer Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, entschieden, den Weg einer außergerichtlichen Einigung mit den zwei beteiligten Versicherungen einzuschlagen. Dem öffentlich erhobenen Vorwurf, zur schnellen Schadensbehebung nicht alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben, traten der Jurist sowie die Verwaltungsspitze mit Bürgermeister Alfred Baxmann, dem Ersten Stadtrat Lutz Philipps und mit Stadtrat Michael Kugel am vergangenen Dienstag entgegen.
Eine außergerichtliche Vereinbarung sei immer zeit- und kostengünstiger als das von der CDU geforderte Beweissicherungsverfahren, so Uwe Rohe. „Trotz unseres ständigen Nachhakens nahmen die erforderlichen gutachterlichen Beweisaufnahmen wie immer viel Zeit in Anspruch“, sagte der Fachanwalt weiter. Immerhin scheint jetzt Licht am Ende des Tunnels. „Ich habe den starken Eindruck, dass alle Beteiligten in den kommenden drei Wochen zu einer gemeinsamen Lösung kommen wollen und der Sanierungsbeginn auf der Zielgeraden ist“, deutete Baxmann an.
Man habe den Eltern und der Kita-Leitung viel zugemutet und bei der Kommunikation des Sachstandes, bei der das Kindeswohl immer an erster Stelle stand, vielleicht das eine oder andere Defizit gehabt. Aber die teils unbefriedigenden Zwischenergebnisse seien dem eingeschlagenen Verfahren geschuldet gewesen, betonten Lutz Philipps und Michael Kugel.