Einen letzten Herzenswunsch erfüllen

Der Wünschewagen machte Halt vor dem EDEKA Hohlfeldt in Ahlten, Julia-Marie Meisenburg (links) und Marc-Oliver Berndt (3.v.l.) vom Wünschewagen mit Michael Hohlfeldt (2.v.l.) und Dieter Haubenreißer vom Bäckerfachverein Hannover e.V.

Wünschewagen bei EDEKA Hohlfeldt in Ahlten – Dinkelbrote für den guten Zweck

VON DANA NOLL

AHLTEN/LEHRTE. Sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten, gehört sicherlich zu den schwersten Aufgaben – besonders, wenn es sich dabei um Kinder und Jugendliche handelt. Umso wichtiger ist es, ihnen noch einmal ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihnen ein paar unbeschwerte Stunden mit ihren Liebsten zu schenken. Diese Aufgabe übernimmt seit einem Jahr in Niedersachsen der Wünschewagen.
„Familie, Freunde, Pfleger oder auch die Betroffenen selbst nehmen mit uns Kontakt auf. Wir versuchen zeitnah alles möglich zu machen und einen letzten Herzenswunsch zu erfüllen“, erzählt Julia-Marie Meisenburg vom Wünschewagen Niedersachsen.
So konnten seit 2017 bislang 87 Wünsche todkranker Menschen erfüllt werden. Ob ans Meer oder ins Stadion, zum Lieblingssänger oder auf den Flughafen – das Wünschewagen-Team versucht alles möglich zu machen. Mit einem Krankentransportwagen, der zwar von der Ausstattung alles mitbringt, was zur Versorgung der Patienten nötig ist, aber trotzdem viel Raum für Kreativität und Wohlfühlen lässt, geht es an die verschiedensten Orte.
Doch die 84 ehrenamtlichen und gut ausgebildeten Helfer – der Jüngste ist 17 Jahre alt und der Älteste 65 – brauchen jede finanzielle Unterstützung wie beispielsweise vom Bäckerfachverein Hannover e.V.. 1905 gegründet, setzt er sich neben Fort- und Weiterbildung für seine Mitglieder auch für verschiedene soziale Projekte ein. Das aktuelle Projekt „Wünschewagen“ ist eine „Herzensaufgabe“, wie der erste Vorsitzende Michael Hohlfeldt erzählt. Bislang konnten für die Aktion über 2.000 Euro gesammelt werden.
Auch am vergangenen Donnerstag wurden auf dem Parkplatz vor Edeka Hohlfeldt in Ahlten „Dinkelberger“ für den guten Zweck verkauft. Noch bis Juli 2019 fließen die Einnahmen aus verschiedenen Aktionen in den „Wünschewagen“.
„Wir freuen uns, über die große Unterstützung von vielen unserer 200 Mitgliedern. Allen voran Bärbel Hünerberg, die allein einen Großteil zusammengetragen hat.“
„Wir sind rein spendenfinanziert und freuen uns daher, über jede Zuwendung“, so Julia-Marie Meisenburg, „Mit einer Spende wird die Zukunft des Projektes gesichert und wir können weiterhin die Wünsche der Schwerstkranken erfüllen.“
Kontaktaufnahme zum Wünschewagen Niedersachsen, ASB Hannover, Telefon 0511- 35 85 436, per Fax: 0511-35 85 432 oder per e-mail wuenschewagen@asb-hannover.de. Weitere Informationen und auch das Spendenkonto unter www.wuenschewagen.de.