Eine Zeit lang waren alle Burgdorfer Heeßeler

Der Wiederaufbau der niedergebrannten HSV-Halle soll bis kommenden Winter abgeschlossen sein. (Foto: Georg Bosse)

Maifest als Dank für Hilfsbereitschaft nach Sporthallenbrand

HEESSEL (gb). „Für eine Zeit lang waren alle Burgdorfer Heeßeler“, brachte der Vorsitzende des Heesseler SV (HSV) v. 1973, Rüdiger Zach, die überraschend große Hilfs- und Solidaritätswelle auf den Punkt, die der Verein nach dem verheerenden Brand seiner Sporthalle erfahren hatte. Die Katastrophe des Hallenbrandes hatte seinerzeit mitten ins grün-weiße Herz aller HSVer getroffen. Dann aber setzte neben ehrlicher Anteilnahme eine überwältigende Hilfsbereitschaft und Unterstützung aus allen Richtungen ein. Anlass genug, sich am vergangenen Dienstag bei allen Freunden, Helfern und Sponsoren des Heesseler SV mit einem bunten Maifest rund um die wieder im Aufbau befindliche Turn- und Sportstätte herzlich zu bedanken.
Das herzliche Dankeschön ging nicht zuletzt an die Freiwillige Ortswehr Heessel sowie an alle Burgdorfer Feuerwehrleute, die „mit ihrem besonderen Einsatz erst ermöglicht haben, dass die Halle nicht weiter abgebrannt ist“, so der Vereinsvorsitzende bei seiner Begrüßung.
Unter dem Motto „Kommen - Staunen -Mitmachen“ hatten die Organisatoren am Maifeiertag ein wahrlich buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Darunter Bauchtanz, eine Einradvorführung sowie ein Fußball-Kurzturnier mit E-Jugendteams des Gastgebers, der TSV Burgdorf und vom TSV Bokeloh (Wunstorf). Während DJ Detlef und die Liveband „Basement 54“ für die musikalische Unterhaltung sorgten, kümmerte sich das Vereinsheim-Gastwirtspaar Claudia und Martin „Tini“ van Bommel mit ehrenamtlichem Team um das leibliche Wohl der zahlreich erschienenen Gäste mit dem „heesselgrünen“ Dankeschön-Armband. Und nach den vielen dunklen Stunden und Tagen im Anschluss an den Sporthallenbrand schien denn auch die erste Maisonne hell und heiß vom blauen Himmel. Darüber hinaus informierte der „kleine“ HSV über die seit September vergangenen Jahres bestehende, enge Freundschaftskooperation mit dem Tennisclub Grün-Gelb (TC GG) aus der Burgdorfer Südstadt sowie über den neuen „Club 73“, der sich die ausschließliche Förderung der Kinder- und Jugendfußballteams im HSV auf die Vereinsfahne geschrieben hat.
Laut Rüdiger Zach soll der Brandschaden bis zum kommenden Winter komplett behoben und die Halle noch energetischer und funktioneller aus „Schutt und Asche“ wieder für den Sportbetrieb auferstanden sein. Insgesamt werden für das Projekt zirka 1,2 Millionen Euro benötigt, von denen die die Feuerversicherung auf Wertbasis 1999 rund 900.000 Euro zu leisten hat. Für den Restbetrag müssen Zuschüsse und ein zinsloses Darlehen der Stadt Burgdorf, ein Finanzierungsdienst in Höhe von maximal 200.000 Euro sowie weitere Spendengelder und Sponsorenhilfe in Anspruch genommen werden. „Nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch besonders die Vereine, die uns in der Not geholfen haben, erwarten, dass der Wiederaufbau so schnell wie möglich vonstatten geht“, unterstrich der HSV-Vorsitzende.