Eine solidarische Kraft der sozialen Sicherungssysteme

Auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Burgdorfer SoVD-Ortsverbandes im Stadthaus an der Sorgenser Straße wurde Walter Kotzke (r.) vom Kreisverbandsvorsitzende Klaus Wedemeier (Uetze/Hänigsen; Mi.) als „umsichtige und kompetente Persönlichkeit“ gewürdigt. (Foto: Georg Bosse)

Steigende Mitgliederzahlen im SoVD-Orts- und Landesverband

BURGDORF/ALTKREIS (gb). „Der Sozialverband Deutschland tritt für soziale Gerechtigkeit ein. Durch seinen nachhaltigen Einsatz und die solidarische Kraft seiner Mitglieder wirkt er maßgeblich an der Ausgestaltung der sozialen Sicherungssysteme mit“, stellte Burgdorfs Ortsverband-Vorsitzender Walter Kotzke anlässlich der jüngsten Mitgliederversammlung im StadtHaus Burgdorf (SHB) ausdrücklich fest.
Steigende Mitgliederzahlen in 2014 wurden als ein positives Signal für den SoVD gewertet. „Der Landesverband Niedersachsen zählt mehr Mitglieder als alle politische Parteien zusammen haben“, unterstrich der 1. Kreisverbandsvorsitzende Klaus Wedemeier (Uetze/Hänigsen) in seinem Grußwort und bezeichnete in diesem Zusammenhang Walter Kotzke als eine „umsichtige und kompetente Persönlichkeit“, die einem SoVD-Ortsverband mit über 2.000 Mitglieder vorsteht. Denn 2014 hätten sich 298 neue Mitglieder dem Kreisverband angeschlossen, so Kreisgeschäftsführerin Britta Weizenegger. Nach rund vier Jahren verlässt Weizenegger am 1. April Burgdorf, um im rheinland-pfälzischen Trier einen neuen Job anzutreten und außerdem: „Frauen lieben die einfachen Dingen – ich meinen Mann, dem ich dahin nachfolge.“
Wo anders als beim SoVD gibt eine bessere Gelegenheit, die Schattierungen und Strömungen in der Arbeitswelt kurz nach der Einführung des Mindestlohnes zu beleuchten und zu kommentieren? „Der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde ist wirklich nicht üppig. Aber er wird schon wieder durch eine unzumutbare Bürokratie verwässert und aufgeweicht. Dabei profitieren einmal mehr die Großen und die Kleinen zahlen die Zeche“, machte Bürgermeister Alfred Baxmann aus seiner sozialdemokratischen Grundhaltung keinen Hehl. Dass sich in dieser Gesellschaft die Schere zwischen oben und unten immer mehr auseinander bewegt, machte Baxmann am Beispiel des Volkswagen-Konzerns anschaulich. Das Wolfsburger Unternehmen verdient nach seinen Worten viel Geld mit guten Verkaufszahlen bei den Modellen von Ŝkoda und Porsche: „Weniger mit den Fahrzeugen VW-Golf und Passat. Die Mitte bricht eben weg.“ Deshalb betonte der Bürgermeister noch einmal die große Bedeutung aller Wohlfahrtsverbände und der Gewerkschaften: „Der Burgdorfer SoVD-Ortsverband wirkt konstruktiv und nachhaltig in die Stadt hinein.“
Bevor der Vorsitzende der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Peine/Burgdorf/Lehrte, Ullrich Weber, zu seinem Gastvortrag ans Rednerpult trat, wurden eben dieser sowie Angelika Bagdahn, Günter Reinecke und Günter Rotkögel für langjährige Mitgliedschaft im Burgdorfer SoVD-Ortsverband von Walter Kotzke mit Urkunden ausgezeichnet.