Eine Jubiläumsfeier mit zahlreichen Höhepunkten

Der ganz junge Ortswehrnachwuchs, die „Minis“, mit Ortsbrandmeister Albert Schrader jr. (l.) an der historischen Dachtmisser Spritze von 1889. (Foto: Georg Bosse)
 
Dachtmissens Ortsbrandmeister Albert Schrader jr. (r.) konnte zum Jubiläumsauftakt rund 300 Kommersgäste im Festzelt begrüßen. Darunter Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing (Wennigsen), seinen Stellvertreter Detlef Hilgert (Sehnde) sowie Burgdorfs Stadtbrandmeister Ulf Anderson (v.l.). (Foto: Georg Bosse)

Gelungenes Dorffest anlässlich „125 Jahre Ortswehr Dachtmissen“

DACHTMISSEN (gb). In der vergangenen Woche fielen zwei Symbole, die „Unglückszahl 13“ und der „schwarze Freitag“, aufeinander. Die meist unbegründete Furcht, dass an diesem Tag eventuell mehr als sonst schief gehen könnte, hielt die „blauen Kameraden/innen“ der Freiwilligen Ortswehr Dachtmissen jedoch nicht davon ab, am frühen Abend mit einem Festkommers in ihre dreitägigen Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen zu starten.
Rund 300 Gäste hatten sich zu diesem Dachtmisser Jubiläumsauftakt im Festzelt eingefunden. Ortsbrandmeister Albert Schrader jr. war die Freunde anzumerken, neben den Ehrengästen aus der Burgdorfer Politik und Verwaltung, die stellvertretende Bürgermeisterin Christa Weilert-Penk, den Ersten Stadtrat Lutz Philipps und den Feuerwehrausschussvorsitzenden Gerald Hinz, auch die frohgelaunten Ortswehrabordnungen aus Burgdorf, Heeßel und Hülptingsen, aus Ramlingen/Ehlershausen und Otze sowie aus Schillerslage und Weferlingsen begrüßen zu können. Auch die Nachbarwehren aus Altmerdingsen, Hänigsen und Obershagen mit Uetzes Gemeindebrandmeister Tobias Jacob an ihrer Spitze sowie eine Delegation der Ortswehr aus Bilm gaben den befreundeten Gastgebern die Ehre. Selbstverständlich waren Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing und sein Stellvertreter Detlef Hilgert ebenfalls anwesend, um den Jubilaren ihre Referenz zu erweisen.
Nach dem gemeinsamen Essen und zwischen den Klängen des Feuerwehrmusikzuges Ramlingen/Ehlershausen betonten alle Grußredner sinngemäß, dass das Engagement und die Aufgaben der Feuerwehren mittlerweile weit über die Schlagworte „Löschen, Retten, Bergen und Schützen“ hinausgehen. In den vergangenen 125 Jahren haben die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Dachtmissen für sich immer mehr Betätigungsfelder erschlossen, die weit über die traditionelle Brandbekämpfung hinaus reichen. So tragen die von ihnen organisierten Osterfeuer und Laternenumzüge zum gesellschaftlichen Miteinander im Dorf bei. „Die Feuerwehr Dachtmissen ist immer moderner geworden und ein fester Bestandteil unseres Ortes. Ein Dachtmissen ohne Feuerwehr kann ich mir nicht mehr vorstellen“, so Jörg Neitzel in seinem Grußwort als langjähriger Ortsvorsteher. Und Burgdorfs Stadtbrandmeister Ulf Anderson setzte hinzu: „Bei dem großen Einsatzspektrum der Burgdorfer Wehren ist die Ortswehr Dachtmissen gar nicht mehr wegzudenken.“
Die Dachtmisser Kameraden/innen waren nicht nur gute Gastgeber, sondern am zweiten Tag auch Ausrichter der Burgdorfer Stadtwettkämpfe 2014, die seit der Gebietsreform vor 40 Jahren durchgeführt werden. Die Wettkämpfe nach „Heimberg/Fuchs“, die beim Publikum so beliebten Eimerspiele, gewann die Gruppe Schillerslage. Den Gewinn im „Leistungswettbewerb“ nach gängigen Dienstvorschriften sicherte sich zum 13. Mal die Gruppe Ramlingen/Ehlershausen. Damit zogen die Feuerwehrleute aus dem Burgdorfer Doppeldorf nach Siegen mit ihren Widersachern aus Weferlingsen gleich.
Im Mittelpunkt des dritten Jubiläumstages stand anfangs ein ökumenischer Gottesdienst sowie das vom Historischen Löschzug initiierte und von der Bogensparte des SV Ehlershausen betreute „Einhorn“-Schießen. Bei dem für alle Besucher offen stehenden Ausflug in eine olympische Schießsportart, die auf eine der ältesten Jagdformen der Menschheit mit Pfeil und Bogen zurückgeht, gab es das Dachtmisser Ortswappentier, ein Einhorn, zu gewinnen. Finaler Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein gemeinsames Eimerspiel der „Dachtmisser Minis“ mit dem Historischen Löschzug. „Mit dem Wetter Glück gehabt und reibungslose Stadtwettkämpfe. Ein gelungenes Fest mit Tanz und Geselligkeit. Unser Jubiläum war eine richtige Punktlandung“, resümierte Albert Schrader jr. als Ortsbrandmeister und als frischgebackener Träger des Silbernen Ehrenzeichens des Deutschen Feuerwehrverbandes.