Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Inklusion

Alfred Baxmann und Erhard Popp (v.li.) bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags für die neue Kindergartengruppe im HPZ der Lebenshilfe e.V. Burgdorf. (Foto: Georg Bosse)

Stadt Burgdorf und Lebenshilfe unterzeichnen Vertrag

BURGDORF/ALTKREIS (gb). Der 3. Dezember ist seit 1993 der internationale Aktions- und Gedenktag, der das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderungen wachhalten soll.
Und so konnte der Zeitpunkt wohl kaum besser gewählt sein, als am jüngsten „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ einen Vertrag zu unterschreiben, der zwischen der Stadt Burgdorf und dem Verein Lebenshilfe eine Kooperation zum Betrieb einer Kindergartengruppe mit zehn nicht behinderten Kindern, die gemeinsam mit sechs beeinträchtigten Kindern unter einem Dach betreut werden, zur Grundlage hat.
Dazu mussten im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) der Lebenshilfe am Wasserwerksweg 6 erst einmal die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Das ist nun vollbracht. „Auf dem langen Weg zur so genannten Inklusion müssen wir dennoch mit beiden Beinen auf dem Teppich bleiben“, blieb HPZ-Geschäftsführerin Barbara Moschüring realistisch. Das neue Kooperationsmodell mit den 16 Kindern nimmt am Montag, 7. Januar 2013, seinen Betrieb auf und wird von der Kommune mit monatlich 3.750 Euro bezuschusst. Die Betreuung findet dann in der Zeit zwischen 7.30 und 14.30 Uhr statt.
„Ein schöner Anlass. Es ist normal verschieden zu sein“, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann, bevor er und der neue Lebenshilfe-Vorsitzende Erhard Popp (Lehrte/Ahlten) das Gemeinschaftspapier unterzeichneten.