Ein traumhafter Start in die neue Flugsaison

Volker Stüwe vom LSV Burgdorf gelang mit 500 geflogenen Kilometern ein traumhafter Start in die neue Flugsaison. (Foto: Heiner Stelter (LSV Burgdorf))

Segelflieger des LSV Burgdorf in Norddeutschland unterwegs

EHLERSHAUSEN (r/jk). Die Segelflieger des LSV Burgdorf erwischten einen traumhaften Start in die Flugsaison. Bei bester Thermik legten sie mit ihren Flugzeugen große Strecken zurück. Den Vogel schoss Fluglehrer Volker Stüwe (61) aus Ehlershausen ab. Er legte in sechseinhalb Stunden eine Strecke von fast 500 Kilometern zurück. Der Lohn für die Mühe: Volker Stüwe war an diesem Tag in der weltweiten Wertung die Nummer 1.
Viele Winterwochen hatten die LSVer mit ihren Flugzeugen in der Werkstatt verbracht. Bei der jährlichen technischen Abnahme, dem „Flugzeugtüv“, gab es keine Probleme. 20 Vereinssegelflugzeuge stehen den Burgdorfern für die Saison zur Verfügung, dazu kommen noch einmal 10 Flugzeuge von Haltergemeinschaften.
Das gute Wetter hatte sich angekündigt. Die aus Norden eingeflossene Kaltluft kam unter Hochruckeinfluss und schob sich bis in die Mittelgebirge vor. „So früh im Jahr ein Wetter mit so guter Thermik habe ich in 45 Jahren noch nicht erlebt“, berichtet Volker Stüwe. Er flog mit dem leistungsstärksten Vereinsflugzeug vom Typ Discus T in Richtung Nienburg, über die Weser Richtung Dümmer, dann auf Südkurs über die Mittelgebirge bis in der Nähe von Kassel. „Über dem Solling ging es sogar auf 2000 Meter Höhe unter den Cumuluswolken, allerdings war er wirklich sehr kalt“, erzählte Stüwe. Andere Piloten des LSV berichteten von 15 Grad Minustemperatur in der Höhe. Die Kälte ist für die Piloten nur mit Skiunterwäsche und einer Fußsohlenheizung auszuhalten.
Volker Stüwe, seit fast 50 Jahren aktiv im LSV Burgdorf, wählte seinen Heimflugkurs von Süden nach Ehlershausen über Salzgitter. „Über der Hütte stieg die Thermik mit 3 Metern pro Sekunde auf und trug mich auf 1700 Meter Höhe, ein schöner Abschluss eines tollen Tages“ erzählte der Berufsschullehrer. Die Höhe reichte aus um ganz entspannt im Gleitflug die letzten 50 Kilometer bis zum Segelflugplatz Großes Moor zurückzulegen. Am nächsten Tag stand fest: Die Burgdorfer hatten weltweit laut Computerauswertung den besten Start in die Saison erwischt. Christian Schälicke war in der Lüneburger Heide über 400 Kilometer Strecke geflogen, der 1. Vorsitzende Jan Kohrs hatte eine Strecke von mehr als 300 Kilometern zurück gelegt, Martin Redlin und Bernhard Frettlöh aus Ehlershausen hatten ein Dreiecksflug über die Heide nach Verden, Lüneburg und Braunschweig in ihren Flugbüchern.
Kleiner Wermutstropfen beim Start in die Saison: bei der Landung wurde eine Schulungsflugzeug vom Typ Ka 8 an der linken Tragfläche beschädigt. Die junge Pilotin kam mit dem Schreck davon.