Ein runder Feuerwehrgeburtstag „wie aus dem Lehrbuch“

Fördervereinsvorsitzender Björn Sund (l.) sowie der ehemalige Orts- und Stadtbrandmeister Peter Nicks (hi; Mi.) im der Kreis der Colbitzer Partnerwehrabordnung um Gruppenführer Mirko Schwarz (2.v.r.). (Foto: Georg Bosse)

90 Jahre Freiwillige Ortswehr Heeßel wurde gefeiert

HEESSEL (gb). Ein Brand im Jahre 1921 war für die Heeßeler der Anlass, zwei Jahre später eine Freiwillige Ortsfeuerwehr ins Leben zu rufen. Mit der Gebietsreform 1974 wurde der Löschbezirk Röddensen aufgelöst und Heeßel reihte sich bei den Burgdorfer Wehren Dachtmissen, Hülptingsen, Schillerslage und Weferlingsen ein. Zum 75-jährigen Bestehen gründete sich die gemeinsame Jugendwehr Schillerslage/Heessel und 2008 kam dann die Kinderfeuerwehr hinzu. So hatten die Heesseler Kameradinnen und Kameraden in diesem Jahr genügend Jubiläumsgründe sich selbst zu feiern und sich hinlänglich würdigen zu lassen.
Anlässlich ihres 90-jährigen Geburtstages hatte die Ortswehr Heessel am vergangenen Samstag zur Feier in Form eines Tags der offenen Tür eingeladen. Das Programm rund ums Lösch- und Rettungswesen, um die Historie der Heesseler Brandbekämpfer sowie das Konzert des Feuerwehrmusikzuges Burgdorf/Hänigsen konnte sich wirklich hören und sehen lassen. Zur jüngeren Geschichte gehört auch die freundschaftliche Verbundenheit mit der Partnerwehr aus Colbitz (Sachsen-Anhalt), die zur Gratulation mit einer vierköpfigen Delegation um Gruppenführer Mirko Schwarz angereist war.
Einblicke in das beinahe alltägliche Einsatzgeschehen bekam das zahlreiche Publikum bei der Demonstration der Technischen Hilfeleistung „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ vor Augen geführt. Augenzeuge Stadtbrandmeister Ulf Anderson kommentierte den Ablauf der beeindruckenden Übung: „Wie aus dem Lehrbuch.“
Beeindruckt war Ortsbrandmeister Karsten Lübbe auch von der Resonanz der Besucher: „Alles ist super gelaufen. Das Wetter wie bestellt, viele Kontakte mit den Heeßeler Einwohnern und gute Gespräche mit den überraschend vielen Gästen, die trotz der attraktiven Parallelveranstaltungen in Otze und Ramlingen zu uns gekommen sind.“
Die guten Kontakte innerhalb der Ortschaft sind es auch, die dem Feuerwehr-Förderverein dabei halfen, mit einem Spendenaufruf erfolgreich zu sein. „Insgesamt 52 Personen haben mit ihren kleineren und größeren finanziellen Zuwendungen dazu beigetragen, dass wir die Jugendwehr mit neuen Jacken ausstatten konnten. Allen denen gilt unser ganz besonderer Dank“, so der Fördervereinsvorsitzende Björn Sund.
Das flackernde und funkelnde Finale der Feier bildete der traditionelle Laternenumzug. Gegen Einbruch der Dämmerung brachen die Fackelträger der Kinderfeuerwehr sowie die kleinen Laternenträger mit klingender Musikzugbegleitung zu ihrem etwa 2,5 Kilometer langen Rundgang durch Heeßel auf.