Ein historischer Tag für die Freiwillige Feuerwehr Heeßel

Heeßels Ortsbrandmeister Karsten Lübbe (li.) nahm von Alfred Baxmann (re.) den symbolischen Schlüssel für das baulich erweiterte Feuerwehrhaus entgegen. (Foto: Georg Bosse)

Erweiterungsbau zum Feuerwehrhaus offiziell eingeweiht

HEESSEL (gb). Zu einem „historischen Tag“ für das Dorf und die Feuerwehr Heeßel begrüßte Ortsbrandmeister Karsten Lübbe am vergangenen Samstag über 100 Personen zur offiziellen Einweihung des Erweiterungsbaus zum Feuerwehrhaus. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Feuerwehrwesen und den am Projekt beteiligten örtlichen Handwerksunternehmen waren erschienen, um der Übergabe des neuen Gebäudes an die Heeßeler Ortswehr beizuwohnen.
Die Überlegungen zu einem An- oder Neubau seien bereits von seinem Amtsvorgänger Adolf Ebeling mit einem Antrag an die Stadt ins Rollen gebracht worden, so Karsten Lübbe. Aber mangels Finanzierungsmöglichkeiten landete das Projekt erst einmal auf Eis. Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann, der sich auf anschließenden Jahreshauptversammlungen immer wieder mit den Forderungen der Heeßeler nach baulichen Veränderungen konfrontiert sah, spielte letztendlich das durch die Finanzkrise auf den Weg gebrachte Konjunkturprogramm in die Hände.
„Das Heeßeler Feuerwehrhaus stand immer auf unserer Tagesordnung. Denn die Arbeitsbedingungen, die das alte Feuerwehrhaus bot, waren weder zulässig noch zumutbar. Aber erst aus dem Konjunkturpaket II für Städte und Gemeinden konnten die Gelder losgeeist werden, um mit dem dringend benötigten Erweiterungsbau beginnen zu können“, blickte Baxmann noch einmal auf die finanzielle Projektentwicklung zurück.
Jedenfalls sei die Entscheidung 2009 richtig gewesen, den Anbau in seiner heutigen Form in Angriff zu nehmen, die zwar nicht üppig, aber angemessen ausgefallen sei. In dem alles in allem 450.000 Euro teuren Erweiterungsbau stecken auch 79.000 Euro städtische Mittel und ein gehöriges Quantum an geldwerten Eigenleistungen der Heeßeler Kameraden. „Hier ist kein einziger Euro unsinnig ausgeben worden. Lobenswert zu erwähnen ist, dass sich engagierte Ehrenamtliche ihr eigenes Arbeitsumfeld teilweise selbst geschaffen haben. Das ist ungewöhnlich“, dankte Baxmann.
Karsten Lübbe dankte der Region, die den Heeßeler Einsatzfahrzeugen vorübergehendes „Asyl“ in der alten Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) am Burgdorfer Marris-Mühlenweg gewährt hatte. „In der Bauphase haben wir immerhin 35 Einsätze erfolgreich abgearbeitet“, betonte der Ortsbrandmeister. „Die neuen Räumlichkeiten bieten bessere Möglichkeiten für Ausbildung und die Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehr.“
Die festliche Veranstaltung wurde nicht nur vom Feuerwehrmusikzug Burgdorf/Hänigsen klangvoll begleitet, sondern auch durch Ehrungen für 60-jährige Feuerwehrmitgliedschaft von Ehrenortsbrandmeister Horst Schulz sowie Karl-Heinz Sturm, die von Regionsbrandmeister Bernd Keitel und Abschnittsleiter IV Detlef Hilgert (Sehnde) vorgenommen wurden.
Die Heeßeler Ortswehr lädt die Burgdorfer Öffentlichkeit sowie alle Dorfbewohner an kommenden Samstag, 30. Oktober, ab 15.00 Uhr zu einer Begehung und Besichtigung des neuen Gebäudes ein.