Ein Hauch von „Jurassic Park“ im Johnny B.

Paläontologe Dr. Tom Hübner vom Niedersächsischen Landesmuseum Hannover (re.) berichtete in Wort und Bild vom „Sozialverhalten der Dinosaurier“ im Burgdorfer Johnny B. (Foto: Georg Bosse)

Ausgestorbene Dinosaurier leben heute als Echsen und Vögel fort

BURGDORF (gb). Mit dem ersten Vortrag über Lebewesen vergangener Erdzeitalter, wagte sich die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Paläontologie“ des Gymnasiums Burgdorf erstmals an die Öffentlichkeit. Zu dieser Premiere hatte sich AG-Leiter Dr. Alexander Mlasowsky den Paläontologen Dr. Tom Hübner vom Niedersächsischen Landesmuseum Hannover am Freitagabend ins Burgdorfer Jugendkulturzentrum Johnny B. eingeladen.
Knapp 40, meist jugendliche AG-Teilnehmer/innen, hatten sich zu dem Lichtbilder-Referat zum Thema „Das Sozialverhalten der Dinosaurier“ im Bühnensaal des Johnny B. an der Sorgenser Straße eingefunden. Und sie hörten und sahen eine eindrucksvolle Vorlesung über die Balz-, Imponier- und Rivalitätsrituale von Dinosauriern, die ehedem häufig in Herden sozial zusammenlebten. Vorrangige Aufgabe sei es gewesen, sich um die Brutpflege und die Aufzucht des Nachwuchses zu kümmern und die Jungen vor Beutegreifern zu beschützen, so der junge Wissenschaftler, der seine Disziplin in Leipzig und München studiert hat. Ein völlig normales Verhalten von Kreaturen, um damals wie heute die eigene Art zu erhalten.
Dieser Instinkt wurde bei allen Geschöpfen dieser Erde bis heute aufrechterhalten. Das Wissen über Stegosaurus, Tyrannussaurus rex und Co. erhalten Paläontologen durch fossile Funde auf allen Kontinenten. In Form von versteinerten Knochen, Haut- und Gewebeabdrücken sowie Fußspuren, was Tom Hübner mit wissenschaftlichen Aufnahmen aus Afrika, Australien und den USA eindrucksvoll belegte.
Während des Massensterbens am Ende des Mesozoikums gingen nicht alle „Dinos“ unter, sondern überlebten nach Erkenntnissen der Paläontologen und Ornithologen (Vogelkundler) beispielsweise als Hühner, fliegende Vögel und Echsen.