Ein freudiges Wiedersehen in Calbe an der Saale...

Die Kirchengemeinden St. Nikolaus Burgdorf und St. Norbert Calbe beim Abschlussfoto zum Partnerschaftstreffen. (Foto: Alfred Donner (St. Nikolaus Burgdorf))

Partnerschaftstreffen der Kirchengemeinden St. Nikolaus Burgdorf und St. Norbert Calbe

BURGDORF/CALBE (r/jk). Seit der Wiedervereinigung Deutschlands pflegen die Kirchengemeinden von St. Nikolaus Burgdorf und St. Norbert Calbe ihre Partnerschaft. In diesem Jahr ist die St. Norbert-Gemeinde an der Reihe gewesen und organisierte das 21. Treffen mit einem hervorragenden Tagesablauf in Calbe und einem Abstecher nach St. Marien Schönebeck, der Tochtergemeinde von Calbe.
Bei herrlichem Wetter und guter Beteiligung aus den Partnergemeinden begann das Treffen mit einer gemeinsamen Heiligen Messe in der St. Norbert-Kirche in Calbe. Nach dem Mittagessen in der Gaststätte „Grüne Lunge“ trafen sich die Teilnehmer zur Stadtführung.
Die gut vorbereiteten Stadtführer berichteten, dass die Stadt Calbe laut einer Urkunde des Kaisers Otto I. erstmals im Jahre 936 erwähnt wurde, schon im Jahre 1160 das Markrecht ausübte und aufgrund der günstigen Lage an einer Fernhandelsstraße von Norden nach Süden sich stetig weiter entwickeln konnte. Über viele Jahrhunderte lebten die Einwohner Calbes wegen des guten Ackerbodens als „Ackerbürger“ von der Landwirtschaft und dem seit 1591 berühmt gewordenen Zwiebelanbau. Bis zum 1. Weltkrieg entstanden und entwickelten sich unter anderem Ziegeleien, Braunkohlegruben, Zucker- und Tuchfabriken. Im Jahre 1950 erlebte Calbe mit dem Bau des ersten Niederschachtofenwerks der Welt zur Roheisengewinnung einen industriellen Aufschwung. Verarbeitet wurden ausschließlich die einheimischen Rohstoffe. Mit der Verwendung von eisenarmen Erzen und Braunkohle wurde Roheisen erzeugt.
Zur heutigen Zeit lädt die Stadt im Grünen mit seinen rund 10.000 Einwohnern zum Besuch und zum Verweilen ein. Sehenswert sind auch der 1993/94 sanierte Marktplatz mit Rathaus, Roland und Hexenturm und die in der Nachbarschaft stehende Stadtkirche St. Stephani.
Der Tagesablauf des Partnerschaftstreffens wurde nach dem Übersetzen mit der Fähre über die Saale nach Gottesgnaden und der Besichtigung der Hospitalkirche fortgesetzt. Den Abschluss des Treffens bildete das gemütliche Kaffeetrinken im Gemeindesaal bei St. Marien in Schönebeck, die traditionelle Liederrunde mit der Begleitung von Hubert Reiß an der Gitarre und die abschließende Besichtigung und Führung durch die Kirche St. Marien von Pfarrer Dr. Thomas Thorak.