Egbert Bortfeldt geht an den Start

Egbert Bortfeldt packt es an, als neuer Rektor der Grundschule in Kirchhorst.

Sommerfest an der Grundschule Kirchhorst – Neuer Schulleiter stellt sich vor

VON DANA NOLL

KIRCHHORST. Kurz nach den großen Ferien lud der Förderverein der Grundschule Kirchhorst zu einem bunten Sommerfest mit vielfältigen Aktionen ein. Zahlreiche Eltern und Lehrer nutzten die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, darunter auch der neue Schulleiter Egbert Bortfeldt. Seine „Feuertaufe“ hat der 41-jährige Westfale, der in Burgdorf lebt, bereits bei der Einschulungsveranstaltung am vorangegangenen Samstag bestanden.
„Ich fühle mich wohl und bin von den Kindern, Eltern als auch vom Kollegium gut aufgenommen wurden“, so Bortfeldt.
Seit 17 Jahren als Grundschullehrer in Niedersachsen im Amt, fühlte er sich nun berufen, „mehr Verantwortung zu übernehmen.“ „Ich hatte selbst eine schöne Schulzeit, an die ich mich gern zurück erinnere. Nun war ich an einem Punkt, mehr mitgestalten zu wollen“, erklärt Bortfeldt seine Entscheidung. Zudem reizte ihm die „angenehme und familiäre Atmosphäre an der Kirchhorster Grundschule“. „Es könnte hier passen“, fügt er lächelnd hinzu.
Dennoch, „liegen Welten zwischen den Aufgaben eines Lehrers und eines Rektors. Es gibt viel zu lernen“, so Egbert Bortfeldt, der selbst Vater zweier Töchter im Alter von 4 und 6 Jahren ist.
Sein Vorgänger Helmut Lenz hatte sich zum Start der Sommerferien in den Ruhestand verabschiedet. Die Fußstapfen sind groß, in die der neue Rektor treten musste – denn Helmut Lenz war besonders bei den Kindern sehr beliebt. Doch Egbert Bortfeldt möchte „auch nicht alles umkrempeln, eher weiter entwickeln.“
Dabei liegen ihm vor allem die Schüler am Herzen, die im Unterricht mehr zu kämpfen haben. „Ich möchte Erfolgserlebnisse für alle Kinder schaffen. Es gibt eine weite Schere zwischen den Begabungen. Aber es geht vor allem um das Bemühen und die Anstrengung – alle Schüler sollen Erfolge haben!“
Am Herzen liegt ihm auch, „die gute Atmosphäre an der Grundschule zu bewahren. Das Kollegium sollte voneinander lernen, sich austauschen, Synergien nutzen und Wertschätzung auch mal zulassen. Es ist wichtig, sich für die Stärken des anderen zu interessieren und davon zu profitieren“, so Bortfeldt.
Zuvor war der gebürtige Westfale an der Astrid-Lindgren-Grundschule in Burgdorf tätig. Hier entschied sich das Kollegium, die Zensuren und damit die Benotung für Dritt- sowie Viertklässler abzuschaffen. „Um den Leistungsdruck zu minimieren, die Angst vor Noten zu nehmen und somit die Stärken der Kinder nicht zu blockieren “, so wurde erklärt. An der Grundschule Kirchhorst ist dies aber vorerst nicht geplant.