Eckhart von Klaeden erklärte Mirco Zschoch zur 1. Wahl als Bürgermeister

Staatsminister Eckhart von Klaeden erklärte Mirco Zschoch (v. li.) zur 1. Wahl als Bürgermeister von Burgdorf. (Foto: Georg Bosse)

CDU-Staatsminister bezeichnete Euro-Rettungsschirme als Politik mit „Mut zur Verantwortung“

BURGDORF (gb). Man kennt sich schon seit 25 Jahren aus gemeinsamen Junge Union-Zeiten. So war es kaum verwunderlich, dass am vergangenen Donnerstagabend der Staatsminister bei Bundeskanzlerin Merkel, CDU-MdB Eckhart von Klaeden (Hildesheim), im Burgdorfer „Schützenheim“ erschien, um Mirco Zschoch in der „heißen Phase“ des (Wahl-)Kampfes um das Bürgermeisteramt zu unterstützen.
Lediglich etwas mehr als 20 interessierte Zuhörer, darunter der Vorsitzende des StadtmarketingVereins Burgdorf (SMB,) Dr. Karl-Heinz Vehling sowie der FDP-Regionsspitzenkandidat Armin Pollehn, hatten sich die Zeit genommen, um „An der Bleiche“ den Ausführungen des CDU-Staatsministers zur Bundes- und Kommunalpolitik zu folgen.
Es ist schon seit Langem kein Geheimnis mehr, dass die stark verjüngte und erneuerte CDU Burgdorf den Politikwechsel im festen Schulterschluss mit der FDP in der Auestadt voran treibt. Er habe seine öffentliche Ermutigung gerne zugesagt, denn Mirco Zschoch sei in den turbulenten Zeiten eine exzellente Wahl als Bürgermeister von Burgdorf, sagte v. Klaeden. In seinem weiteren Redebeitrag gab es dann doch mehr zur schwarz-gelben Bundespolitik und zur aktuellen globalen Finanzsituation, als zur lokalen Kommunalpolitik zu hören. Eckhart v. Klaeden verteidigte die milliardenschweren Rettungsschirme zur Stabilisierung der Euro-Zone. Die Auflage von gesamtschuldnerischen „Euro-Bonds“ lehnte er vorerst kategorisch ab. Eigentlich gebe es nur Probleme mit der Euro-Währung in den Peripheriestaaten wie Portugal, Spanien und Griechenland, so das Mitglied des Präsidiums der CDU Deutschland. Eckhart v. Klaedens Erklärungen zur deutschen Vorgehensweise mit „Mut zur Verantwortung“ überzeugte längst nicht alle Anwesenden. Burgdorfs CDU-Stadtverbandsvize Robert Apel sieht durch den Ankauf von Anleihen insolventer Staaten Glaubwürdigkeitswerte schwinden. Fernerhin fehlen dem SMB-Vorsitzenden und Wirtschaftsjuristen Karl-Heinz Vehling parteiübergreifend überzeugende Spar- und Sanierungskonzepte in Zeiten der Schuldenkrise. „Darüber hinaus unterhalten wir ein beschämendes Bildungssystem“, so Vehling.