„DU-facetten“ macht Burgdorf zu einem Kunstraum

Die am Burgdorfer Kunstraum-Beteiligten Ralph Charbonnier, Manfred Dunker, Andreas Bauer, Susanne Paul, Ute Noeske, Matthias Schorr und „DU-facetten“-Schöpfer Uwe Appold (v. li.). (Foto: Georg Bosse)

Bilderzyklus von Uwe Appold entführt aus Alltagshektik

BURGDORF (gb). Was Burgdorf und die Burgdorfer kulturell auf die Beine stellten, sei keineswegs provinziell, sondern sehr professionell, so der Flensburger Künstler Uwe Appold, dessen Bilderzyklus „DU-facetten“ ab Freitag, 20. Mai, an 13 Ausstellungsstandorten in Burgdorf, Otze und Ehlershausen gezeigt werden. Dabei treten die evangelisch-lutherischen Stadtkirchengemeinden St. Pankratius (Burgdorf), St. Paulus (Südstadt) und Martin-Kuther (Ehlershausen/Ramlingen/Otze) als gemeinsame Veranstalter auf.
Der Maler und Bildhauer Uwe Appold ist in Burgdorf beileibe kein Unbekannter. Angefangen von einem Altarbild (2004) für Sehnde bis hin zum Gedenkfries für die ermordeten Jüdinnen und Juden im Burgdorfer Schloss, ist sein Kontakt in die Auestadt nie abgerissen. Mit seinen insgesamt 133 Darstellungen, die an verschiedenen, auch überraschenden Orten, wie in den Stadtwerken, in der Stadtsparkasse oder im E-Center am Burgdorfer Carée bis zum 3. Juli zu sehen sein werden, werde die Idee verfolgt, Kunst in den Alltag zu bringen, so Superintendent Dr. Ralph Charbonnier. „Das ist ein großes Projekt und ein Experiment, Burgdorf zum Kunstraum zu machen“, setzte Charbonnier hinzu.
Für das Gelingen dieses Experiments steht Netzwerker und Projektleiter Manfred Dunker (Schillerslage), der zusammen mit Andreas Bauer und Dr. Ute Noeske vom St. Pankratius-Kirchenvorstand, dem Vorsitzenden des Burgdorfer Kulturvereins Scena, Dr. Matthias Schorr, sowie der katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus, dem Freundeskreis Uwe Appold und zahlreichen engagierten Ehrenamtlichen eine großartige Kooperation schmiedete. „Mit „DU-facetten“ kann sich Burgdorf als ein kulturell, anspruchsvoller Standort profilieren und gewinnt so eine qualitativ, hochwertige Facette hinzu“, sagte Andreas Bauer.
Darüber hinaus möchten die Veranstalter und Uwe Appold, der in seinem in Burgdorf zu betrachtenden Bilderzyklus Offenbarungen der Bibel und Nachdenkliches von Hilde Domin, Rainer Maria Rilke und Paul Celan kunstreich-schöpferisch verarbeitet hat, die Besucher in ihrer hektischen Betriebsamkeit zum Innehalten sowie einer reflektierenden Entschleunigung anhalten.
Den Auftakt zum Burgdorfer Kunst(zeit)raum „DU-facetten“ macht am Freitag, 20. Mai, eine Vernissage ab 18.00 Uhr mit Uwe Appold, Martin Luther-Pastorin Susanne Paul und dem „Israel Brass Quintett“. Weitere Ausstellungs- und Termininformationen sind im Internet unter www.du-facetten.de zu bekommen.