DRK will wieder Sozialstation in Burgdorf eröffnen

Noch werden Räumlichkeiten und Personal gesucht

BURGDORF (r/jk). Anfang 2011 will das Deutsche Rote Kreuz eine Sozialstation in Burgdorf eröffnen. Derzeit werden geeignete Räumlichkeiten und qualifiziertes Pflegepersonal gesucht.
Bereits seit einigen Jahren setzt sich der DRK-Ortsverein Burgdorf dafür ein, wieder ambulante Pflege anzubieten. „Aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen hatte sich im Jahr 2004 der damalige DRK-Kreisverband Burgdorf aus der ambulanten Pflege in Burgdorf zurückgezogen“, sagt Dr. Hans-Henrik Cölle, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Burgdorf. „Wir haben uns jedoch immer dafür stark gemacht, wieder eine Sozialstation unter der Regie des Roten Kreuzes zu betreiben. Umso mehr freut es uns, dass dieser Wunsch in diesem Jahr Wirklichkeit werden kann.“
Nach mehreren Gesprächen mit der DRK-Pflegedienste Hannover gem. GmbH, die bereits zehn Sozialstationen und ein ServiceWohnen in der Region Hannover betreibt, stand fest, dass Burgdorf für die Stadt und angrenzende Ortschaften wieder eine DRK-Sozialstation erhalten soll. „Der Bedarf an ambulanter Pflege wächst stetig und die Erfahrung zeigt, wie wichtig eine breitgefächerte ambulante Versorgung ist, damit auch Pflegebedürftige in gewohnter häuslicher Umgebung verbleiben können. Das Vorstandsteam des Ortsvereins rannte bei mir offene Türen ein“, sagt Mario Damitz, Geschäftsführer der DRK-Pflegedienste. „Wir werden den Bürgern ein breites Angebot an qualifizierten und professionellen Dienstleistungen rund um die häusliche Pflege bieten.“ Geplant ist eine enge Zusammenarbeit von hauptamtlichen Pflegekräften und Ehrenamtlichen. „Denkbar ist zum Beispiel, dass ehrenamtliche Helfer des Ortsvereins nach einer umfangreichen Schulung dementiell erkrankte Menschen stundenweise in der Gruppe betreuen. Haupt- und Ehrenamt können sich auf vielfältige Weise ergänzen. Davon profitieren dann vor allem die Patienten und deren Angehörige“, so Damitz.Die DRK-Sozialstationen sind Pflegestützpunkte, die umfassend beraten und betreuen. Neben der ambulanten Pflege in den eigenen vier Wänden werden viele weitere Serviceleistungen angeboten. Dazu gehören hauswirtschaftliche Hilfen und Fortbildungsangebote sowie entlastende Angebote für pflegende Angehörige ebenso wie Wundmanagement und Hilfestellung bei Anträgen.
„Als Rotes Kreuz bieten wir vor allem den Vorteil, dass wir die soziale Struktur vor Ort optimal vernetzen. Rettungsdienst, Fahrservice, Kindertagesstätte, Begegnungsstätte, Erste Hilfe und Hausnotruf – da darf die häusliche Pflege einfach nicht fehlen. Alle DRK-Bereiche arbeiten Hand in Hand und bieten damit eine Rundum-Betreuung. Hinzu kommt, dass wir für alle Menschen da sind – unabhängig von Nationalität und Konfession. Das steht in unseren Grundsätzen und danach handeln wir“, so Damitz. „Die Arbeit der DRK-Sozialstation soll im Januar 2011 beginnen. Das ist jedoch auch davon abhängig, wie schnell wir qualifiziertes Personal finden.“