Drei Ensätze an einem Tag

Die Feuerwehr löschte den Wohnungsbrand am Rubensplatz auch von der Drehleiter aus. (Foto: Feuerwehr Burgdorf)
 
Die Atemschutzgeräteträger sammeln sich vor dem Haus am Heisterkampsweg. (Foto: Feuerwehr Burgdorf)

Wohnungsbrände in Heeßel und in der Südstadt / Verrauchung eines Hauses in Schillerslage

Burgdorf (r/fh). Gleich dreimal musste die Burgdorfer Feuerwehr am vergangenen Sonntag, 9. Januar, ausrücken: wegen eines Brandes in einem Einfamilienhaus in Heeßel, Rauchentwicklung in einem Einfamilienhaus in Schillerslage und wegen eines Wohnungsbrandes in der Südstadt.
Der erste Alarm ging mitten in der Nacht gegen 0.45 Uhr ein. In einem Einfamilienhaus am Heisterkampsweg in Heeßel kam es zu einer starken Rauchentwicklung und es schlugen Flammen aus dem Kellerfenster. Die Einsatzkräfte konnten zwei Hunde retten, die sich noch in dem Haus befanden, und den Bewohnern übergeben. Dann löschten die Einsatzkräfte die Flammen sowohl von außen als auch von innen und konnte das Feuer damit schnell unter Kontrolle bringen. Nach der Brandbekämpfung belüfteten sie das Gebäude - anschließend konnten die Bewohner wieder in ihr Haus.
Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Heeßel, Burgdorf und Schillerslage sowie die Einsatzleitung Ort (ELO) mit insgesamt 53 Einsatzkräften und zehn Fahrzeugen. Gegen 5.20 Uhr konnten sie wieder abrücken. Einsatzleiter Reinhard Nicks lobte die Bewohner für ihr umsichtiges Verhalten. Schadenursache und Schadenshöhe sind nicht bekannt.
Am Abend desselben Tage wurde die Feuerwehr dann gegen 18.30 Uhr zu einem Wohnungsbrand im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses am Rubensplatz gerufen. Da sich laut Aussage eines Nachbarn noch eine Person in der Wohnung befinden sollte, verschafften sich Einsatzkräfte mit Atemschutz Zugang und durchsuchten die Räume. Die Befürchtung bestätigte sich jedoch nicht, es war niemand mehr in der Wohnung.
Die Polizei war als erstes vor Ort gewesen und ein beherzter Beamter hatte die übrigen Bewohner des sechsgeschossigen Mehrfamilienhauses bereits vor Eintreffen der Feuerwehr evakuiert. Dabei erlitt er eine leichte Rauchgasvergiftung und musste deshalb vom Rettungsdienst behandelt werden. Anschließend wurde er ebenso wie ein verletzter Bewohner ins Krankenhaus gebracht. Auch ein Feuerwehrmann zog sich bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen zu, die jedoch nicht behandelt werden mussten.
Die Feuerwehr löschte den Brand von zwei Seiten aus - über die Drehleiter und über das Treppenhaus. Anschließend mussten die betroffene Wohnung und das gesamte Treppenhaus entraucht und belüftet werden. Die Wohnung wurde so stark beschädigt, dass sie bis auf Weiteres unbewohnbar ist. Brandursache und Schadenshöhe sind noch nicht bekannt.
Während der Löscharbeiten mussten auch die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses ihre Wohnungen verlassen, konnten anschließend aber zurückkehren. Lediglich ein Ehepaar im sechsten Stock war die ganze Zeit über in der Wohnung geblieben. Da die Senioren auf Rollatoren angewiesen sind, konnten sie das Erdgeschoss nicht über die Treppe erreichen und den Aufzug durften sie aus Sicherheitsgründen nicht nutzen. Da sich der Brand auf die Wohnung im zweiten Stock beschränkte, verzichtete die Feuerwehr auf eine Evakuierung und betreute das Paar während des Einsatzes in der Wohnung.
Vor Ort waren die Feuerwehren Burgdorf und Hülptingsen mit insgesamt 26 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen sowie die Polizei und der Rettungsdienst. Nach ungefähr vier Stunden konnten sie gegen 22.40 Uhr wieder abrücken.
Noch bevor dieser Einsatz beendet war, ging gegen 20.10 Uhr der nächste Notruf ein, weil ein Einfamilienhaus an der Heutrift in Schillerslage stark verraucht war. Vor Ort stellte sich nach Lageerkundung des Einsatzleiters Timo Scheffler heraus, dass der Kaminabzug nicht ordnungsgemäß funktionierte. Ein Trupp unter Atemschutz kontrollierte das Gebäude und brachte zwei Personen in Sicherheit. Die beiden Senioren wurden vom Rettungsdienst versorgt und mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der hinzugerufene Bezirksschornsteinfeger legte den Schornstein bis zu einer endgültigen Überprüfung still. Das Haus wurde anschließend entraucht. Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Burgdorf, Heeßel und Schillerslage mit insgesamt 48 Einsatzkräften und zehn Fahrzeugen sowie der Rettungsdienst. Gegen 21.30 Uhr konnten sie wieder abfahren.