Dreharbeiten für Heiligabend

Pastorin Heidi Kück (von links), Pastor Dirk Jonas, Kreisjugenddiakonin Ann-Marie Reimann, Pastor Valentin Winnen und Diakon Sven-Oliver Salzer drehen im Burgdorfer Stadtpark Szenen für das Krippenspiel.

Pastoren und Diakone aus dem Kirchenkreis bereiten ein Video-Krippenspiel vor

Burgdorf/Uetze (fh). Während es sonst vor allem Kinder und Jugendliche sind, die in den Gottesdiensten an Heiligabend die Weihnachtsgeschichte nachspielen, schlüpfen in diesem Jahr Pastoren und Diakone in die Rolle von Maria und Josef, Engelschor und Hirten. Alle Gemeinden des Kirchenkreises Burgdorf sind an dem Video-Krippenspiel beteiligt, das seit Anfang Dezember Szene für Szene im Burgdorfer Stadtpark und an einigen anderen Dreh­orten entsteht. Die letzten Aufnahmen sollen am Mittwoch im Kasten sein. Dann hat Kreisjugenddiakonin Ann-Marie Reimann noch eine Woche Zeit, um alles zu schneiden und einen rund zwölfminütigen Film daraus zu machen. In der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember soll er pünktlich um 0 Uhr auf der Internetseite www.kirchenkreis-burgdorf.de veröffentlicht werden.
Die Idee für das Krippenspiel ist bereits im Sommer entstanden. „Wegen der Corona-Epidemie wusste ja niemand, was in diesem Jahr an Weihnachten möglich sein würde“, sagt Dirk Jonas, Pastor der St.-Pankratius-Gemeinde. Und gerade Proben für eine Aufführung mit Kindern und Jugendlichen seien unter den geltenden Abstands- und Hygieneregeln nur schwer zu realisieren. Dank des Video-Krippenspiels muss nun aber trotzdem niemand auf die Szenen aus der Weihnachtsgeschichte verzichten. Und die Gemeindemitglieder aus dem Bereich des Kirchenkreises werden dabei auch das ein oder andere vertraute Gesicht erkennen.
So schlüpft beispielsweise die Arpker Pastorin Anna Walpuski in die Rolle von Maria und der ehemalige Sehnder Pastor Uwe Büttner spielt Josef. Der Burgdorfer St.-Pankratius-Pastor Dirk Jonas und Pastorin Heidi Kück von der Kirchengemeinde Uetze-Katensen treten als Hirten auf und die Mitglieder des Kirchenkreisvorstands mimen die Schafherde. Moderiert wird das Krippenspiel von Superintendentin Sabine Preuschoff, die das Projekt auch federführend mit auf den Weg gebracht hat. Außerdem kommt prominente Unterstützung von Landesbischof Ralf Meister als Verkündigungsengel und Regionalbischöfin Petra Bahr als Erzählerin.
Und nicht nur vor der Kamera, sondern auch hinter den Kulissen haben viele einen Beitrag geleistet: Das Drehbuch hat der St.-Pankratius-Pastor Valentin Winnen zusammen mit der Fundraiserin des Kirchenkreises Anke Kappler geschrieben. An der Produktion wirken neben Kreisjugenddiakonin Ann-Marie Reimann, auch Diakon Sven-Oliver Salzer von der Lehrter Matthäus-Gemeinde sowie die Diakonin und Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr Svenja Leppin mit. Insgesamt sind mehr als 30 Personen an der Entstehung des Video-Krippenspiels beteiligt.
Darüber freut sich Superintendentin Preuschoff ganz besonders. „In diesem Jahr stellen die Gemeinden viel auf die Beine, aber jede für sich genommen. Da ist es schön, dass es auch ein Gemeinschaftsprojekt gibt“, sagt sie. Das fördere den Austausch und stärke das Zusammengehörigkeitsgefühl. „Und vielleicht können wir mit dem Online-Format ja auch den ein oder anderen erreichen, der sich sonst vielleicht kein Krippenspiel angeschaut hätte“, hofft sie.