Dorfversammlung wählt Fritz Harke

Gute Stimmung auf der Dorfversammlung, die von Rüdiger Nijenhof (von links) und Dr. Volkhard Kaever geleitet wurde. (Foto: Privat)

Wählergemeinschaft hält Wort und wagt mehr Demokratie

Sorgensen (r/bs). Für den 10. Oktober hatte die WGS FreieBurgdorfer in Sorgensen für 11.30 Uhr zur Dorfversammlung eingelade. Damit wurde das Versprechen eingelöst, die Sorgenser selbst entscheiden zu lassen, welche Person ab November Ortsvorsteherin oder Ortsvorsteher ihres Dorfes werden soll.
Die unabhängige Wählergemeinschaft hatte in Sorgensen bei der Wahl zum Stadtrat deutlich die meisten Stimmen erhalten. Nach der Kommunalverfassung fiel somit auch der neuen Fraktion der WGS FreieBurgdorfer das Recht zu, den künftigen Ortsvorsteher zu bestimmen. Im Vorfeld hatte die Wählergemeinschaft aber versprochen, dass überall dort, wo sie dieses Recht erhalte, sie es an das Dorf weitergeben wolle. „Wir freuen uns sehr, dass wir in Sorgensen auch zeigen können, dass es uns damit ernst ist“, so der wiedergewählte Fraktionsvorsitzende Rüdiger Nijenhof. Es sei für die Wählergemeinschaft eine Selbstverständlichkeit Bürgernähe und größtmögliche Bürgerbeteiligung zu ermöglichen und zu fördern, wo immer es gehe.
Da nun die Fraktion das Benennungsrecht hat, war klar, dass die Dorfversammlung durch die Fraktion der Wählergemeinschaft eingeladen und geleitet werden sollte und so übernahm Rüdiger Nijenhof die Sitzungsleitung. Die Hoffnung der Organisatoren, wie viele Sorgenser sich wohl beteiligen würden, wurde deutlich übertroffen.
Bei der Dorfversammlung, an der rund 100 Personen teilnahmen, waren 85 Wahlberechtigte. „Wir sind dankbar, dass sich insbesondere auch Sorgenser bei der Kontrolle der Wahlberechtigung, in der Wahlkommission und beim Auf- und Abbau beteiligt haben, die nicht Mitglied in unserer Wählergemeinschaft sind“, so Dr. Kaever, Vorsitzender der Wählergemeinschaft. Die ganze Veranstaltung zeigt deutlich, dass der Wunsch nach mehr Bürgerbeteiligung im Dorf groß ist.
Trotz Nachfrage durch die Sitzungsleitung gab es aus der Versammlung heraus keine weiteren Kandidaten, so dass die bereits bekannten Kandidaten aus der Wählergemeinschaft, Fritz Harke und Karsten Heidrich zur Abstimmung standen. Beide Kandidaten machten deutlich, dass sie die Einwohner Sorgensens mehr einbinden wollen und stellten klar, dass sie Teamplayer seien.
Beide Kandidaten warben zudem für den neu zu bildenden „Offenen Ortsrat“, in dem jede Sorgenserin und jeder Sorgenser sich gerne beteiligen und für das Dorf mitarbeiten könne. Mit 56 Stimmen für Fritz Harke, 25 Stimmen für Karsten Heidrich und vier ungültigen Stimmen bestimmte die Dorfversammlung Fritz Harke zu ihrem Kandidaten. „Wir haben Fritz Harke auch bereits gegenüber der Stadtverwaltung als unseren Vorschlag benannt“, so Fraktionsvorsitzender Nijenhof.
Zum Abschluss bedankte sich die Wählergemeinschaft bei den Teilnehmern: „Danke, dass Sie uns Ihr Vertrauen geschenkt haben und dass Sie unser Angebot angenommen haben. Danke, dass wir hier heute gemeinsam mehr Demokratie wagen können.“ Die Bestimmung des Ortsvorstehers in einer Dorfversammlung sei in Burgdorf bisher einmalig und so schreibe man für Sorgensen, aber auch für Burgdorf mit dieser Veranstaltung Geschichte.