Dorfgemeinschaft Schillerslage ist ein „lebendiger Organismus“

Auf dem traditionellen Neujahrsempfang des Ortsrats Schillerslage sprachen Alfred Baxmann, Dr. Karl-Heinz Vehling und Ernst-August Thieleking (v. li. ). (Foto: Georg Bosse)

Burgdorf kann nur mit seinen Ortschaften „Geschichte(n) schreiben“

SCHILLERSLAGE (gb). Zum traditionellen Neujahrsempfang hatte der Ortsrat Schillerslage am vergangenen Donnerstagabend ins Sport- und Schützenheim (SSV) eingeladen. „Heute befinden wir uns in der Spur von Arthur Schaper“, erinnerte Ortsbürgermeister Ernst-August Thieleking an den kürzlich verstorbenen, ehemals sehr engagierten Tischlermeister aus dem „Dorf, das Gemeinschaft lebt“, in der auch Pastor („Bischof“) Wolfgang Thon-Breuker seit längerer Zeit herzlich aufgenommen ist.
Mit der sympathischen Chuzpe sich aller möglichen Fördertöpfen zu bedienen, seien die Schillerslager immer gut gefahren, was es ihnen dann auch den Titel „Schönstes Dorf in der Region“ eingebracht habe, zollte Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann den fleißigen und ehrenamtlichen, dörflichen Arbeitskreisen den nötigen Respekt. Denn mit ihnen gehört Schillerslage auch in diesem Jahr wieder zu den Burgdorfer Ortschaften, die mit ihrer Dynamik sowie der heimatverbundenen, dazu saloppen Organisationsfreude bei z. B. dem spektakulären „Schützen- und Dreschefest“ eine nicht unwichtige Rolle im Themenjahr „Burgdorf schreibt Geschichte“ spielen. „Das Schillerslager Motto „Ein Dorf lebt Gemeinschaft“ ist zu einem lebendigen Organismus geworden. Es ist eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig belebt“, lobte der Vorsitzende des Stadtmarketing Burgdorf (SMB), Dr. Karl-Heinz Vehling.
Als Stadt, die „kulturell Geschichte und Geschichten schreibt“ wolle man im Themenjahr auch die Orte um Burgdorf herum, wie beispielsweise Wienhausen (Celle) mit einbeziehen, so Vehling. Das Kloster Wienhausen, das für seine gotischen Bildteppiche aus dem 14. und 15. Jahrhundert mit weltlichen und christlichen Themen bekannt ist, ist allemal einen Ausflug in den benachbarten Landkreis Celle wert. Wenn man schon mal dort ist, ist auch der Weg nach Bergen-Belsen nicht mehr so weit. Und vielleicht sind ja in der Lüneburger Heide auch „Burgdorfer Geschichten“ geschrieben worden, die es wert sind erzählt zu werden...?