Dierk Rischbieter ist neuer THW-Ortbeauftragter

Anlässlich des Wachwechsels im THW Burgdorf lauschten der neue „Kaptitän“ Dierk Rischbieter und sein „Navigator“ Stephan Kramer (v.l.) gemeinsam den würdigenden Worten von Ralph Dunger am Rednerpult. Auch die stellvertretende Regionspräsidentin Doris Klawunde (Mi.) hörte interessiert zu. (Foto: Georg Bosse)

Stephan Kramer bleibt dem THW Burgdorf als Navigator erhalten

BURGDORF (gb). Beim Technischen Hilfswerk (THW) Burgdorf hat sich am vergangenen Samstag der Wechsel im Amt des Ortsbeauftragten vollzogen. Im Versammlungsraum der Freiwilligen Ortswehr Burgdorf erhielt Dierk Rischbieter seine Ernennungsurkunde vom THW-Landesbeauftragten für Bremen und Niedersachsen, Ralph Dunger, bevor dieser Stephan Kramer aus seiner Verantwortung entlassen und ihn gleichzeitig zum Stellvertreter seines Nachfolgers gemacht hatte. „Dankenswerterweise steht Stephan Kramer dem neuen Kapitän als Navigator weiterhin zur Seite“, sagte Dunger.
In der herausgehobenen Position eines Ortsbeauftragten habe der kritische, jedoch immer konstruktive Kopf Kramer das THW in das Netz der örtlichen Gefahrenabwehr eingebunden und die Zahnräder in Bewegung gehalten. Aber nach einer langen Zeit des Spagats zwischen Ehrenamt und beruflichen Verpflichtungen habe der erste Mann des THW vor Ort eine Entscheidung getroffen, die es zu respektieren gelte, so Ralph Dunger. Und nun sei es an Dierk Rischbieter, die Organisation erfolgreich zu vertreten. „Das Amt des Ortsbeauftragten ist zwar eine anspruchsvolle, aber auch eine reizvolle Aufgabe. Dennoch musste ich wegen meiner beruflichen Situation diesen Schritt tun und um meine Ablösung bitten“, erklärte Stephan Kramer. Er nahm die Gelegenheit wahr, sich während seiner Abschiedsansprache bei Zugführer Swen Würriehausen mit allen Helferinnen und Helfern für ihre Motivation und Unterstützung sowie bei Jutta Mascher für ihre hervorragende Nachwuchsarbeit zu bedanken.
Dierk Rischbieter, dem seitens von Reiner Riechelmann, THW-Geschäftsführer Hannover, jeglicher Beistand zugesagt wurde, muss sich jetzt unter anderem auch auf den schweren Weg der Helferinnen- und Helferwerbung machen. Der Katastrophenschutz hat bisher von den Freistellungen vom Wehrdienst gelebt. „Aber nach Aussetzung der Wehrpflicht muss es uns gelingen, auch Quereinsteiger für das THW zu gewinnen“, sagte der neue Ortsbeauftragte in seinem Ausblick. Dazu die stellvertretende, bündnisgrüne Regionspräsidentin Doris Klawunde (Lehrte): „Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des THW zeichnen sich durch technische Kompetenz und hohe Qualität am Ort des Geschehens aus. Dafür gibt es in der Region Hannover Mädchen, Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund als „Schätze“ zu heben. Denn Integration findet in Sportvereinen und Hilfsorganisationen, wie dem THW oder den Feuerwehren, am besten statt.“ Bürgermeister Alfred Baxmann forderte eine höhere Anerkennungskultur für das Ehrenamt: „Ehrenamtliche Spitzenkräfte haben es schwerer als professionelle Chefs, weil ihnen die Instrumente dienstlicher und vertraglicher Handlungsvorschriften nicht zur Verfügung stehen. Sie können nur durch das Appellieren und Argumentieren zur Leistung motivieren.“ Die Grußredner Detlef Hilgert, Brandschutzabschnittsleiter IV aus Sehnde, sowie der DRK-Kreisbereitschaftsleiter Michael Meyen unterstrichen die vielen Gemeinsamkeiten mit dem THW, weil bei Hilfeleistungen alle aufeinander angewiesen seien.