Die Schützen sind sich ihrer hohen Verantwortung bewusst

Neue Ehrenmitglieder: v.l. Rolf Konerding (BSG Bilm), Siegfried Schimkewitsch (SV Thönse) und Heinrich Klinge (SV Evern) freuen sich über eine doppelte Ehrung. (Foto: Svenja Steinseifer)
 
Volle Aula des Gymnasiums Burgdorf bei der Kreisdeligiertenversammlung des KSV Burgdorf. (Foto: Svenja Steinseifer)

Ehrungen und deutliche Worte auf der Kreisdeligiertenversammlung des KSV Burgdorf

BURGDORF (svs). „Uns ist nicht damit geholfen, wenn Zuschüsse einfach gestrichen werden“, stellt Jörg Hoppe, 2. Vorsitzender der Schützengesellschaft Burgdorf auf der Kreisdeligiertenversammlung am vergangenen Sonntag klar, „wir möchten unserer hohen Verantwortung auch gerecht werden! Auch kleine Beträge tun weh.“ Es geht Hoppe nicht um Zahlen, sondern um Akzeptanz seitens der Politik. Klare Worte fand Jörg Hoppe im Hinblick auf die Unterstützung der Schützenvereine durch Rat und Verwaltung. „Da wird das Ehrenamt doch oft verkannt“, sagt er. „Wir sind uns unserer hohen Verantwortung bewusst und wir übernehmen diese Verantwortung gern!“
„Haargenau“ achten alle Schießsportleiter darauf, was auf dem Schießstand passiert. Wie wichtig den Schützenvereinen die Sicherheit während des Trainingsbetriebes ist, unterstreicht auch die Aufforderung des Präsidenten des Kreisschützenverbandes Burgdorf, Werner Bösche, an alle Anwesenden: „Achten Sie unbedingt auf die geltenden Sicherheitsbestimmungen – kein Schießen ohne Aufsicht!“
Sozialem Engagement sei mit Kürzungen nicht geholfen: „Und wenn es nur 200 Euro sind – auch die tun weh“, stellt Jörg Hoppe klar. Und wie stolz Nachwuchsschützen auf ihre Erfolge sind, stand den „Lichtpunktkindern“ bei ihrer Ehrung ins Gesicht geschrieben. Mario Baier und Kathleen Sacher (beide Bürgerschützenverein Hänigsen) schossen bei der Deutschen Meisterschaft auf den vorderen Plätzen mit und errangen jeweils die Bronzemedaille.
Bei den Landesverbandsmeisterschaften der Jugend gewannen Marina Hoppe (Bürgerschützenverein Hänigsen), Jan Köneke (Schützenverein Uetze), Bea Elgert (KKS Eltze) und Henry Redeke (Schützenverein Isernhagen FB) mit dem Lichtpunktgewehr Bronze. Auf den Silberrängen landeten Elisabeth Kußerow (Bürgerschützenverein Hänigsen) mit dem Feldbogen, Reik Felix Elolf (Schützenverein Isernhagen NB) mit dem Bogen Halle und Robin Laske (Schützenverein Isernhagen NB) mit dem Lichtpunktgewehr.
Besonders freuen durfte sich Lisa Patzer (KKS Eltze) über die Goldmedaille im Lichtpunktschießen. Den Preis des Verbandes gewann die Bürgerschützengesellschaft Lehrte mit 4271 Ringen. „Die Lichtpunktkinder sind unsere Zukunft“, betont Jörg Hoppe, „wenn wir die nicht hätten!“ Eine Meinung, mit der er nicht allein dasteht.
Gleich zweifach geehrt mit dem Ehrenkreuz des Kreisschützenverbandes Burgdorf und der Ehrenmitgliedschaft wurden Rolf Konerding (Bürgerschützengesellschaft Bilm), Siegfried Schimkewitsch (Schützenverein Thönse), Heinrich Klinge (Schützenverein Evern) und Kerstin Gehrke (Kleinkaliberschießsportverein Hämelerwald). Für die Kreisschriftführerin Kerstin Gehrke ist die doppelte Ehrung zugleich auch ein Abschied: Sie scheidet mit der Kreisdeligiertenversammlung aus dem Amt. An ihre Stelle tritt Carsten Elges.
„Das Jahr 2011 war aus sportlicher Sicht ein erfolgreiches Jahr“, sagt Werner Bösche, „und es hat gezeigt, dass Vereine etwas Lebendiges sind, wo auch die Gemeinschaft gepflegt wird.“ Und soziales Engagement. „Wir möchten im Bereich der Integration von Behindertensportlern mehr tun“, sagt Reinhard Zimmer, Landessportleiter des Niedersächsischen Sportschützenverbandes. „Es ist wichtig, dass dort ein Umdenken stattfindet – dass sind fleißige Sportler, wie Sie und ich!“ Und „wer wir sind, wo wir sind und was wir machen“ präsentieren alle Schützenvereine auf dem Tag der deutschen Schützenvereine am 6. und 7. Oktober diesen Jahres.
Und was erwünscht ist, liegt klar auf der Hand: „Wir wollen wachsen“, sagt Bösche.