Die Kugeln rollen wieder

Murmiland ist immer ein besonderes Highlight für die Kinder in Burgdorf.

Murmiland lockte zahlreiche große und kleine Besucher ins Stadtmuseum

BURGDORF. Wenn Erwachsene wieder zu Kindern werden, dann muss Murmiland in der Stadt sein. Am letzten Wochenende war es wieder soweit: Das Stadtmuseum Burgdorf öffnete seine Pforten für die beliebte, einzigartige und mobile Murmelbahn-Mitmachausstellung. Gastgeber waren der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt Burgdorf unterstützt von der Stadtwerke Burgdorf GmbH. Im Stadtmuseum herrschte dichtes Gedränge, denn jeder Besucher hatte hier nur ein Ziel, die Kugel zum Rollen zu bringen – und dann zu Staunen.
Ortwin Grüttner aus Hannover öffnet mit seinen Objekten das Tor zu (s)einer Welt, die es im digitalen Zeitalter nur noch im Verborgenen gibt. Seine Ausstellungen sind zum Mitmachen, Erleben und Erfahren da – Anfassen ausdrücklich erwünscht. Das macht ihn und seine unglaublichen Präsentationen bei seinen kleinen und großen Fans so beliebt. Dazu zählen auch der 6-jährige Mirko und sein Opa Dieter:"Es ist einfach unglaublich, wie viel Phantasie in den Bahnen steckt", so die beiden begeistert. Besonders angetan hat es den Zweien, die Bahn mit der Holzfigur, die sich die Murmeln von einer Hand in die andere gibt, um sie dann über eine Bücherregal zu schicken.
Angefangen hat alles in Grüttners Kindheit, mit dem Bau einer einfachen Kugelbahn aus Bauklötzen. Im Laufe der Jahre entwickelten sich die Bahnen zu wahren Kunstwerken, umgesetzt mit einer Leidenschaft, die wenngleich man die neuesten Werke betrachtet, ungebremst scheint. Mittlerweile hat er über 60 Bahnen gebaut. Seine Inspirationen dazu kommen „wie von selbst“, sagt der Murmelkönig aus Hannover, „Aus dem Alltag oder einfach wenn man, die Kinder beim Spielen beobachtet, dann kommen schon Ideen und neue Inspirationen.“ Etwa 40 Stunden pro Woche investiert der studierte Maschinenbau-Ingenieur in sein Hobby. Die Murmelbahnen sind aus Kiefer- und Birkensperrholz und die Herstellung erfolgt im heimischen Keller, in dem Grüttner eine Werkstatt hat.