Die „Helfenden Engel“ feierten Jubiläum

Hohe Nachfrage bei der Betreuung von Pflegebedürftigen

ALTKREIS BURGDORF (r/jk). Die „Helfenden Engel“ feierten am 21. Juni zusammen mit einigen Betreuten ihr 5-jähriges Bestehen. Aus 7 Helferinnen 2005 wurden in der Zwischenzeit 45 einsatzbereite Engel, die pflegende Angehörige im Kirchenkreis Burgdorf entlasten.
Nur eine Teilnehmerin der ersten Schulung ist verzogen, alle anderen sind noch aktiv dabei. Ursprünglich war das Angebot nur für Burgdorf gedacht, die rege Nachfrage bewirkte aber, dass nun auch in den übrigen Orten des Altkreises Burgdorf Helferinnen vermittelt werden können. Damit sind sie von Sehnde bis Obershagen und Schillerslage bis Hämelerwald vertreten. Und sogar zwei Männer gehören inzwischen zu der Gruppe, die sich monatlich in der Paulus-Gemeinde trifft.
Einmal im Jahr schwirren die Engel aus, um gemeinsam eine Stadt zu erkunden, ein paar unbeschwerte Stunden miteinander zu haben und sich untereinander kennenlernen zu können. In diesem Jahr war Goslar das Ziel.
Um mitarbeiten zu können, ist eine Schulung Vorbedingung, deren Schwerpunkt der Umgang mit Demenz-Kranken ist, für die eine spezielle Art der Ansprache wichtig ist. Das Land Niedersachsen hat die „Helfenden Engel“ als „niederschwelliges Betreuungsangebot“ anerkannt. Daher werden die Kosten für den Einsatz (7,50 Euro) bei entsprechender Einstufung von der Pflegekasse übernommen.
Die ursprüngliche Idee war, Angehörigen eine kurzfristige Lösung anzubieten, wenn sie zum Beispiel kurzfristig zum Zahnarzt müssen. Solche Einsätze sind jedoch eher selten, meistens haben sich regelmäßige Kontakte entwickelt. In Anspruch genommen wird das Angebot nicht nur von alten, pflegebedürftigen Menschen, sondern auch von Senioren, die einen regelmäßigen Kontakt wünschen, von jüngeren, sehr kranken Menschen oder auch von Eltern, die behinderte Kinder haben und denen eine Entlastung zusteht.
Die Einsätze sind kein Ersatz für einen Pflegedienst oder die Betreuung durch den Hospizdienst, sondern lediglich eine Ergänzung im Tagesablauf, um den pflegenden Angehörigen eine planbare Zeit der Ruhe oder für Erledigungen zu ermöglichen.
Weitere Informationen erteilt Annegret Oelschlägel (Tel. 05136/894623) aus dem Paulus-Kirchenvorstand, die dieses Angebot ins Leben gerufen hat.