„Die Grenzen sind erreicht!“

Der Vorstand des Schwimmclub (SC) Altwarmbüchen von 2005 e.V., v.l. Steffen Hofmann, Tanita-Ileen Hoppe, Jörn Ahrens, Eckhard Bade und Katja Hofmann.

Deutliche Worte auf dem Neujahrsempfang des SC Altwarmbüchen

VON DANA NOLL

ALTWARMBÜCHEN. Der 14. Neujahrsempfang des SC Altwarmbüchen von 2005 e.V. am vergangenen Sonntag stand ganz im Zeichen des geplanten Hallenbadneubaus. Eckhard Bade, 1. Vorsitzender des Schwimmclubs, fand bei seiner Rede im Foyer deutliche Worte:“Es ist Zeit, über die Entwicklung nachzudenken, denn obwohl der SC auf 2018 mit Stolz zurückblicken kann, stößt er so langsam an seine Grenzen.“
Mit 291 Mitglieder startet der Schwimmclub ins neue Jahr – „auch ein Zeichen der Wertschätzung sowie der guten Arbeit, die beim Verein geleistet wird“, so Bade. „Wir wurden oft belächelt oder kritisiert, doch die Erfolge des SC mit seinen vielen Projekten, darunter der Triathlon, können sich sehen lassen“, so der Vereinschef.
Doch das Hallenbad in Altwarmbüchen kämpft nicht nur mit einem Sanierungsstau sondern vor allem mit mangelnden Kapazitäten. Ob Aquajogger oder Freizeitschwimmer, Schulsport oder Vereinstraining – das Hallenbad platzt aus allen Nähten. Der SC setzt daher auf einen Hallenneubau und stößt „nur auf überschaubares Interesse bei den Parteien und im Rat“. Für Eckhard Bade unverständlich:“Ich werde das Projekt in 2019 stark vorantreiben und erwarte einen konstruktiven Dialog!“
Zumindest in der Standortfrage ist man sich etwas näher gekommen. Nachdem im Herbst letzten Jahres der TuS-Verwaltungsrat den Plänen noch kritisch gegenüber gestanden hat,  lenkte nun der Vorsitzende Günther Wieneke nach einem Gespräch mit Isernhagens Bürgermeister Arpad Bogya sowie Eckhard Bade, Schwimm-Club-Chef und Aufsichtsratsvorsitzender der HallenbadBetreiber GmbH, ein, „wenn bestimmte Kriterien erfüllt würden.“ So sollten auch die Mitglieder ein Wörtchen mitreden können.
Kritisch betrachtet wurde auch die Finanzierung des Projektes. Etwa 4,75 Millionen Euro soll der Hallenneubau kosten. Eine stolze Summe, die, laut Bade, „aber die Gemeindekasse nicht belasten soll.“ Diese soll lediglich eine Bürgschaft übernehmen und wie bislang einen Zuschuss zahlen - für Schulschwimmen und Subventionen. Auch über die Gründung einer privaten Schwimmschule - ähnlich dem Konzept von „Wassermeloni Hannover“ - wäre denkbar. „Das könnte finanziell einer der Eckpfeiler sein, denn nur über die öffentliche Nutzung lässt sich das Bad natürlich nicht finanzieren“, so Bade. Im Dezember letzten Jahres wurde dazu ein Finanzierungs- und Nutzungskonzept vorgelegt.
Die Entwürfe zeigen ganz klar ein Schwimmbad mit funktionaler Ausrichtung, kein Spaßbad. Hier, „soll das Schwimmen trainiert werden“, erklärt Bade. Ein 50-Meter-Sportbecken, das teilbar ist, soll gleichermaßen von Anfängern bis hin zu Wettkampfschwimmern und dem öffentlichen Badebetrieb genutzt werden können. Denkbar wäre auch eine Freibadnutzung im Sommer.
„Jeder Quadratmeter im Hallenbad ist ausgenutzt. Ich erwarte ganz klar, dass noch 2019 die Arbeiten zum Hallenneubau beginnen“, erklärte Eckhard Bade.