Die Balance zwischen Werten und Wirtschaftlichkeit finden

Der TUI-Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Frenzel sprach in einer „ungewöhnlichen Umgebung“ über Werte und Wertschöpfung beim Verkauf von (Urlaubs-)Träumen. (Foto: Georg Bosse)

TUI-Chef Dr. Michael Frenzel sprach zum Buß- und Bettag

EHLERSHAUSEN (gb). Auch in diesem Jahr hatten die drei Burgdorfer Evangelischen Kirchengemeinden (Paulus, St.-Pankratius und Martin-Luther) zu einem Empfang anlässlich des Buß- und Bettags eingeladen. Für den Empfang, der in der Martin-Luther-Kirche in Ehlershausen ausgerichtet wurde, konnte Dr. Michael Frenzel, Vorstandsvorsitzender der TUI AG Hannover, für den Vortrag „Zu Gast im Paradies - wie die TUI Wertschöpfung und Werte zusammenbringt“ gewonnen werden.
Martin-Luther-Pastorin Susanne Paul begrüßte die Gäste und machte dabei deutlich, dass die Kirchen mitten in der Welt stünden und durch Sachzwänge häufig Zerreißproben zu bestehen hätten. „Es ist die Aufgabe, eine Balance zwischen Werten und Wirtschaftlichkeit zu finden“, spielte Paul dem TUI-Chef den Ball zu.
Michael Frenzel zeigte sich dankbar, in einer nicht alltäglichen Umgebung über dieses Thema sprechen zu können. „Rund 30 Millionen Menschen verkauft die TUI Jahr für Jahr (Urlaubs-)Träume. Und seit gut 20 Jahren liegt unser Fokus bei Umwelt und Ressourcen auf Nachhaltigkeit. Denn die Touristikbranche ist auf eine intakte Umwelt angewiesen“, sagte Frenzel. Zum Ressourcen-Schutz gehört auch die Emissionsbegrenzung, wenn Urlaubsgäste in ihre „Paradiese“ geflogen werden. Die Botschaft lautet, Kulturstätten und -städte zu stärken (Werte) und durch den Tourismus (Wertschöpfung) zu erhalten. Hierbei sei die TUI auf einem guten Weg, so Michael Frenzel. Die TUI sei in Hannover zuhause und in der Welt unterwegs. Aber recht selten ist sie in der Region, wie in Burgdorf, unterwegs, um hier gezielt kulturelle und soziale Projekte sachlich oder finanziell zu unterstützen. Der Frage nach dem „Warum“ wich der Manager gekonnt aus und verwies auf die rechtsfähige TUI Stiftung in Hannover, die die Ausbildungs- und Bildungschancen Jugendlicher, die Wissenschaft und die Forschung hinsichtlich der Arbeitswelt sowie Kunst und Kultur fördert.
Den Ausführungen Frenzels schloss sich ein Grußwort von Bürgermeister Alfred Baxmann an, das ein nicht gerade „paradiesisches“ kommunales Landschaftbild zeichnete. „Im Gegensatz zur TUI sind die Städte und Gemeinden größtenteils auskonsolidiert, weil viele Menschen nicht bereit sind, für kommunale Dienstleistungen einen angemessen Preis zu zahlen“, sagte Baxmann.