Der weiteste Ballon flog bis nach Belgien

Die Ballons von Johanna Künnemann (links), Jannik Schramke (Mitte) und Melina Kellner flogen am weitesten.

Johanna Künnemann gewinnt Ballonwettbewerb – 35 Ballons kamen zurück

DACHTMISSEN (dno). Ganze 523,5 Kilometer flog der bunte Ballon von Johanna Künnemann quer durchs Land. In Dachtmissen gestartet landete er in Sint-Martens-Latem, einer hübschen, kleinen Gemeinde mit nur knapp über 8.000 Einwohnern in der beschaulichen Provinz Ostflandern, Belgien. Damit kam die junge Dachtmisserin auf den ersten Platz und konnte sich über eine Zimmer-Schaukel freuen.
Auf den zweiten Platz landete Jannik Schramke. Sein Ballon flog 347,9 Kilometer weit. Obwohl er eigentlich dem Luftballonalter entwachsen ist, hatte er trotzdem an dem Wettbewerb Spaß und freute sich über einen Gutschein vom Baumarkt. Den kann der junge Mann gut gebrauchen, denn in Kürze „geht es in seine erste eigenen Bude“, wurde uns verraten.
Melina Kellner kam auf den dritten Platz und ihr Ballon flog bis ins Rheintal, 347,4 Kilometer von Dachtmissen entfernt.
Den kürzesten Flug legte ein Ballon zurück, der schon in dem ein Kilometer entfernten Wald runter kam und gefunden wurde. Aber auch dieser Flug wurde prämiert, denn in Dachtmissen geht beim Ballonwettbewerb kein kleines – oder auch großes – Kind leer aus. Jeder bekommt, ein Geschenk, dessen Ballon gefunden bzw. dessen Karte zurück gesandt wird. Start der Ballons ist in der Feldmark in Dachtmissen, seit vielen Jahren im Rahmen des Osterfeuers im Dorf. In diesem Jahr gingen über 200 Ballons auf die Reise, davon kamen 35 wieder zurück. In der Vergangenheit sogar schon aus Frankreich oder auch Russland. Organisiert wird der Wettbewerb von den „Dacht-Missen“, ein loser Zusammenschluß der Dorffrauen. Diese stecken viel Leidenschaft und Engagement in die Veranstaltung, organisieren und trommeln Gelder zusammen, damit in jedem Päckchen, das liebevoll verpackt wird, auch immer ein schönes Geschenk steckt.