„Der vorletzte Fehler gewinnt“

Die Schachfreunde hoffen auf Verstärkung, v.l. Prof. Dr. Philipp Beerbaum, Dariusz Nowak, Ekkehard Weber, Manfred Ebeling und Helmar Achilles.

Die Schachfreunde Ehlershausen suchen neue Mitglieder

Ehlershausen (dno). „Beim Schachspielen werden Fehler sofort bestraft, man ist ständig gefordert. Aber, der vorletzte Fehler gewinnt“, erklärt Ekkehard Weber, Vorsitzender und Spielleiter der Schachfreunde Ehlershausen. Alle 14 Tage, immer dienstags ab 19.30 Uhr, treffen sich die Freizeitspieler auf eine Partie im Gasthaus Bähre, Ramlinger Straße 1, in Ehlershausen. Im Moment ruht der Spielbetrieb, aber die Schachfreunde hoffen, bald wieder starten zu können. „Und dann am liebsten mit Verstärkung“, so hoffen sie. Denn seit Anbeginn - im letzten Jahr wurde das 50-jährige Bestehen gefeiert - bewegt sich die Mitgliederstärke „um die 10“, erklärt Ekkehard Weber. Ein Großteil der Spieler hat die 80 Jahre bereits überschritten und so wäre man sehr erfreut über Nachwuchs.
„Jeder ist herzlich willkommen, Grundkenntnisse sollten vorhanden sein, aber sind nicht zwingend notwendig. Es gibt keine Wettkämpfe mit anderen Vereinen, wir sind reine Freizeitspieler“, lädt Weber ein. Nur intern wird eine Rangliste geführt, in der die Punkte eingetragen werden. Ganz oben steht derzeit Prof. Dr. Philipp Beerbaum, der erst seit Herbst 2018 dabei ist und schon amtierender Vereinsmeister. „Ich habe als Jugendlicher gespielt und bin eher spontan zu den Schachfreunden gestoßen“, erzählt er. „Neben dem Spielen, genieße ich hier das gesellige Miteinander und den Zusammenhalt. Ich bin immer wieder gefordert – Schach ist eben ein Kampf der Konzepte.“
„Dienstältester“ ist Manfred Ebeling, der seit nunmehr 42 Jahren den Schachfreunden treu ist. „Es geht um das gemeinsame Spielen, die geistige Fitness zu trainieren, aber auch um das gesellschaftliche Miteinander“, erklärt er. So brechen die Schachfreunde mindestens einmal jährlich zu einer geselligen Tour auf oder genießen die Abende mit Speis´ und Trank in ihrem Stammlokal – gerne auch mit ihren Partnerinnen, die sich aber „bislang noch nicht begeistern konnten, dem Club beizutreten", erklären die Spieler. Eher sind die Kinder interessiert, zumindest das ein oder andere Duell, auf dem Brett auszufechten – oder „auf dem Smartphone“, erklärt Helmar Achilles, der mit seiner Tochter mal eine Partie Schach auf dem Handy spielt. „Doch, um bei uns mitzumachen, fehlt den meisten dann doch die Zeit“, so Ekkehard Weber.
Wer Interesse hat, kann sich gern telefonisch bei Vereinschef Ekkehard Weber unter 05085-411 melden oder einfach spontan mal im Gasthaus Bähre vorbei schauen, wenn der Spielbetrieb (wieder) läuft.