Der RSE will ein besonderer Sportverein bleiben

Jürgen Stern (re.) und Alfred Runge (2. v.li.) mit den geehrten, langjährigen RSE-Mitgliedern Herrmann Wöhler, Thomas Rohde, Karl-Heinz Blume, Wolfgang Krüger und Friedrich Buchholz (v. l.i). (Foto: Georg Bosse)
 
Die Vorsitzenden Jürgen Stern und Alfred Runge (v. li.) treibt nicht nur die Nachfolgeregelung künftiger Verantwortungsträger in „ihrem“ SV Ramlingen/Ehlershausen um. (Foto: Georg Bosse)

Hannover 96 kommt am 6. Juli ins Ramlinger „Waldstadion“

RAMLINGEN (gb). „Der Sportverein Ramlingen/Ehlershausen (RSE) stärkt mit seinem Engagement den Zusammenhalt im Doppeldorf“, so dessen Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig in ihrem kurzen Grußwort anlässlich der jüngsten RSE-Mitgliederversammlung im Saal des Ramlinger Landgasthofes „Voltmer“. Bei dieser Zusammenkunft machte das Vorsitzenden-Duo, Jürgen Stern und Alfred Runge, den obligatorischen Strich unter die fußballsportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten sowie unter die Entwicklung des Vereins im Jahr 2011.
Sich Ziele zu setzen und diese Ziele erreichen zu wollen, gehöre nun mal zum (Fußball-)Sport, betonte Jürgen Stern - und nicht nur dort. „Wir können und wollen kein Mittelmaß, sondern ein besonderer Verein sein, der hinter Hannover 96 immerhin schon mal die Nummer zwei in der Fußballregion war. Und das erwarten unsere zahlreichen Fans, Freunde und Sponsoren auch ein wenig von uns“, stellte der 1. Vorsitzende klar. Das Besondere am RSE sind sicherlich die weit über die Regionsgrenzen hinaus bekannten fußballerischen Highlights „Porta-Pokal“ und die vorsaisonalen Begegnungen mit den Profikickern von Hannover 96, die bislang zehnmal im Ramlinger „Waldstadion“ ausgetragen wurden, immer restlos ausverkauft waren und so ein hübsches Sümmchen in die Vereinskasse spielten. „Heute habe ich einen Brief von 96-Boss Martin Kind erhalten, der uns die Partie gegen die „Roten“ für Freitag, 6. Juli, zugesagt hat. Anpfiff ist voraussichtlich um 19.00 Uhr“, strahlte Stern. In einem besonderen Glanz soll in Ramlingen auch der „25. Porta-Pokal“ vom 16. bis 29. Juli erstrahlen, für den am Wochenende 21./22. Juli ein (Jubiläums-)Sommerfest in Planung ist. Ebenfalls im Plan seien die Vorbereitungen für das Gastspiel der „96-Fußballschule“ vom 21. bis 23. September auf den Plätzen des RSE, teilte Jugendabteilungsleiter Carsten Biedritzki mit. „Im RSE-Jugendbereich geht es aufwärts.“
Damit in Ramlingen der Fußball auf bestens gepflegtem Rasen stattfinden kann, wurde mit dem in Ehlershausen ansässigen Burgdorfer Golfclub (BGC) eine vertragliche Vereinbarung zur „Greenpflege“ getroffen, die eine Laufzeit von zehn Jahren hat. „Diese Kooperation ist Teil unseres Netzwerkes, von der wir uns eine Entlastung sowie Know how mit Kontinuität versprechen“, erklärte Alfred Runge. Alles in allem läuft es beim RSE also rund. Dennoch konnten auch einige „unrunde“ Aspekte nicht unausgesprochen bleiben. Man sehe sich mit einem erschreckenden Zuschauerschwund konfrontiert, der ebenso negative wirtschaftliche Auswirkungen auf den Verein habe, wie die ständig steigenden Energiekosten berichtete Jürgen Stern: „Zu den rückläufigen Zuschauerzahlen tragen auch der „Mitbewerber“ Pay TV-Sender „Sky“ mit seinen Fußballbundesliga-Konferenzschaltungen sowie andere hochkarätige Sportveranstaltungen in der näheren Umgebung bei.“ Negativ kam bei den RSE-Verantwortlichen auch die „rasche und beinahe diskussionslose“ Zusage der Stadt Burgdorf an, sich am Bau des neuen Clubheims der TSV Burgdorf mit 100.000 Euro zu beteiligen. „Wir mussten immer um jeden Euro kämpfen. So haben wir in langen Jahren 136.000 Euro von der Stadt erhalten. Die TSV in den vergangenen fünf Jahren dagegen 225.000 Euro“, rechnete Ex-Volksbanker Alfred Runge vor, der schon 34 Jahre im RSE-Fußballgeschäft ist. Jürgen Stern brachte diese Vergabepraxis mit einem Wort auf den Punkt: „Wettbewerbsverzerrung!“ Und noch etwas treibt den 1. Vorsitzenden um. Im kommenden Jahr, wenn beim RSE wieder Vorstandswahlen anstehen, sei er 70 Jahre alt. Dann wäre es langsam Zeit, dass Jüngere seine Nachfolge antreten und Verantwortung übernehmen.
Die sportliche Verantwortung im RSE tragen die Trainer Kurt Becker und Peter Hayduk (1. Herrenmannschaft), Alf Miener (2. Herrenmannschaft) sowie neuerdings Joachim Gehrmann, der bei den RSE A-Junioren die Nachfolge von Erfolgscoach Holger Kaiser antreten wird. Gehrmann stellte sich den Anwesenden kurz vor und erlebte auch gleich die Ehrungen langjähriger RSE-Mitglieder mit. Thomas Rohde (25 Jahre), Wolfgang Krüger (50 Jahre), Karl-Heinz Blume (60 Jahre), Friedrich Buchholz (60 Jahre) und Herrmann Wöhler (65 Jahre). Gleichzeitig wurden der 83-jährige Wöhler und Gerhard Meyer von Jürgen Stern zu RSE-Ehrenmitgliedern ernannt. Nicht anwesend sein konnten Klaus Harmsen und Manfred Hofmann (25 Jahre), Karl-Heinz Brunnenberg und Hans Georg Koenecke (60 Jahre), Gerhard Meyer (65 Jahre) sowie die „Ramlinger Sexchs“, die seit 25 Jahren mit bzw. für das RSE-Vereinsemblem kicken.