Der „Mooradler“ geht an den Start

Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig taufte das neue Flugzeug auf den Namen "Mooradler".

Tag der offenen Tür beim LSV mit vielen Gästen und einer Flugzeugtaufe

VON DANA NOLL

EHLERSHAUSEN. „Immer genug Thermik unter den Schwingen“, wünschte Birgit Meinig, die als Patin das neue Schulflugzeug auf den Namen „Mooradler“ taufen konnte. Sichtlich erfreut nahm sie die Ehre an, denn bislang hatte die Ortsbürgermeisterin von Ramlingen-Ehlershausen„nur Kinder getauft“, verriet sie schmunzelnd.

Die Taufe des neuen ASK21B mit dem amtlichen Kennzeichen D-0242 war der Höhepunkt beim Tag der offenen Tür des Luftsportvereins Burgdorf e.V. (LSV). Das neue doppelsitzige Segelflugzeug in Mitteldeckerausführung hat 17 Meter Spannweite und wurde von Rudolf Kaiser konstruiert, einem der bedeutendsten Segelflugzeugkonstrukteure unserer Zeit.
Auf keinem anderen Doppelsitzer haben inzwischen mehr Schüler ihre Ausbildung und den ersten Alleinflug absolviert oder auch ihre ersten Überland-Erfahrungen gesammelt. Zudem kann der erfahrene Pilot die volle Kunst- und Wolkenflugtauglichkeit nutzen.Somit ist die ASK21B das zuverlässige Rückgrat vieler Vereine bezüglich Schulung und Übung. Auch in Burgdorf wird er nun dem Schul-, Ausbildungs- und normalen Flugbetrieb der Burgdorfer Segelflieger zugeführt.

„Wir haben im LSV 110 Mitglieder, etwa 19 Fluglehrer und immer um die 20 Flugschüler. Bereits ab 14 Jahren ist es möglich, bei uns selbst zu fliegen, vorausgesetzt, die Leistungen stimmen“, erklärt Pressewart Carsten Möller.
Wegen der guten Flugeigenschaften, der robusten Bauweise und auch des großen Einsatzspektrums wird der ASK 21B in Zukunft vermutlich eins der meist genutzten Flugzeuge der Burgdorfer Segelflieger sein.
Hervorzuheben ist auch das einfache Handling am Boden, bedingt durch das niedrige Sporn- und Gesamtgewicht. Auch das leere Flugzeug ist so ausbalanciert, dass eine geringe Last auf den Sporn kommt und es sich so ganz einfach am Boden bewegen lässt.
Zudem macht sich das geringe Gesamtgewicht auch beim Windenstart bemerkbar, wo gegenüber größeren und schwereren Doppelsitzern erheblich mehr Schlepphöhe erreicht wird, die Voraussetzung für einen effektiven Schulungsbetrieb in der Platzrunde oder das Erreichen der Thermik. Die niedrige Flächenbelastung ermöglicht auch ein Steigen bei schwacher Thermik. Das Haupt- und das Bugrad verleihen dem Flugzeug eine sehr gute Längsstabilität bei Start und Landung.
„Der Luftsportverein Burgdorf e.V. ist besonders stolz darauf, in seinem Flugbetrieb so ein hochwertiges und modern ausgestattetes Flugzeug einsetzen zu können“, schwärmt Carsten Möller.Insgesamt hat der LSV 12 Vereinsflugzeuge.
In den ASK21B wurden etwa 100.000 Euro investiert - komplett durch Sponsorengelder und Spenden der Vereinsmitglieder finanziert.