Der Abriss hat begonnen

Acribo-Geschäftsführer Thorsten Kröger (rechts) freut sich mit Philipp Detmering vom Lehrter Unternehmen A+S über den Beginn der Abrissarbeiten mit schwerem Gerät. (Foto: Acribo)

Das hannoversche Unternehmen Acribo gibt erste Arbeiten für das Quartier „Aue Süd“ am Ostlandring in Auftrag

BURGDORF (fh). Während die Beteiligten in den vergangenen Monaten hinter den Kulissen emsig am Bebauungs- und Flächennutzungsplan für das Quartier „Aue Süd“ gearbeitet haben, hat sich auf dem Areal am Ostlandring, zwischen Uetzer Straße und Duderstädter Weg, zumindest für Außenstehende noch nicht viel getan. Das ändert sich jetzt: Denn der Investor Acribo hat die ersten Abbrucharbeiten in Auftrag gegeben und so rollen nun die Baufahrzeuge der der Lehrter Firma A+S Detmering an.
Als erstes reißen sie die ehemalige Autowerkstatt von Stern und Partner sowie die angrenzende Reithalle und ein Wohnhaus ab. Das werde etwa drei bis vier Wochen dauern, schätzt Acribo-Geschäftsführer Thorsten Kröger und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: "Noch kommt es ja nicht auf einen Tag mehr oder weniger an. Uns treibt ja niemand." Wenn das Grundstück komplett geräumt ist, könnten dort im Laufe des Jahres bereits Erdarbeiten vorgenommen werden, um die Neubauten vorzubereiten.
Anfang 2021 möchte Acribo dann nach Möglichkeit mit den ersten Neubauten beginnen. „Als erstes sind die Gebäude für unsere Bestandsmieter wie Aldi, Deichmann und Dänisches Bettenlager dran, die innerhalb des Areals umziehen wollen“, so Kröger. Auch der Neubau für das E-Center Cramer, das von der Uetzer Straße an den Ostlandring umsiedeln möchte, stehe weit vorne auf der Liste. Spätestens bis dahin sollen dann auch Bebauungs- und Flächennutzungsplan in Kraft sein, über die zuvor noch die Ratspolitiker zu entscheiden haben.
Auch weitere Abrissarbeiten stehen auf dem Areal am Ostlandring noch an. Die betreffenden Gebäude werden aber teilweise noch genutzt. Ob sie schon im Laufe des Jahres entfernt werden könne, hänge deshalb auch davon ab, wann sie frei werden.
Das hannoversche Unternehmen Acribo will rund 30 Millionen Euro in die Umgestaltung des Quartiers am Ostlandring investieren. Es soll künftig aus drei unterschiedlichen Bereichen bestehen. Im See-Quartier an der Westseite sollen Ein- bis Vierzimmerwohnungen entstehen. Im Hof-Quartier sind eine Kindertagesstätte, Arztpraxen, eine Apotheke, ein Café und betreutes Wohnen vorgesehen.
Der dritte Bereich – das Handelsquartier im Norden der Fläche – soll die Geschäftsflächen beherbergen: Die bereits dort angesiedelten Händler Aldi, Deichmann und das Dänische Bettenlager erhalten Neubauten, die zum Teil deutlich größer sind als die bisherigen Verkaufsflächen. Außerdem will Cramer mit dem E-Center von der Uetzer Straße in das neue Quartier umziehen. Den Textildiscounter Takko schließt Acribo bei den Planungen hingegen aus.