Debatte über Zukunft des Kirchenkreises

Wiebke Rust vom Kirchenkreis-Jugendkonvent spricht zur Synode. (Foto: Stefan Heinze/Kirchenkreis Burgdorf)

Kritik am Vorschlag der Superintendentin zu strukturellen Veränderungen

Altkreis (r/fh). Der Kirchenkreis Burgdorf muss seine Ausgaben von 2023 bis 2028 um 605.000 Euro reduzieren, also um zwölf Prozent des jetzigen Etats. Bei der Kirchenkreissynode haben die Delegierten kürzlich diskutiert, wie die kirchliche Arbeit vor Ort trotz der Kürzungsvorgaben aufrecht erhalten werden kann. Superintendentin Sabine Preuschoff und der Kirchenkreisvorstand schlagen vor, dass die Gemeinden zwei sogenannte Gestaltungsräume bilden - einen im Norden für den Bereich Burgdorf und Uetze, den anderen im Süden für den Bereich Lehrte und Sehnde.
Mit dem Begriff "Gestaltungsraum" ist dabei eine Art Verbund von Kirchengemeinden gemeint. Die einzelnen Gemeinden sollen demnach ihre Eigenständigkeit behalten und weiterhin über eigene Kirchenvorstände verfügen. Zusätzlich sollen aber auch die Gestaltungsräume auf übergeordneter Ebene einen Vorstand wählen, der beispielsweise für die Besetzung der Pfarrstellen verantwortlich ist und die gegenseitige Vertretung der Pastoren über Gemeinde-Grenzen hinweg koordiniert. Diese neue Struktur könne sicherstellen, dass es trotz Einsparungen bei den Personalkosten weiterhin attraktive Stellenumfänge und Arbeitsbedingungen gebe, so das Argument des Kirchenkreisvorstands.
Der Vorschlag wurde in der Synode kontrovers diskutiert. Kritiker äußerten die Sorge, dass die Gremienarbeit zunehmen und Entscheidungen verlangsamt werden könnten. Außerdem bemängelten einige Delegierte, dass die strukturellen Überlegungen nicht eng genug mit der Stellenplanung für die Jahre 2023 bis 2028 verzahnt seien. Ob es bei der nächsten Kirchenkreissynode am 11. November eine Entscheidung über das Konzept geben wird, ist derzeit offen. Es wurde gefordert, Gesprächen über diese Gestaltungsräume sowie abgewandelten oder alternativen Vorschlägen mehr Zeit zu geben.