Debatte über größere Halle

Stadt will beim Neubau der IGS eine 4-Feld-Halle einplanen /
Bielefelder Ingenieursbüro übernimmt Steuerung des Gesamtprojektes

BURGDORF (fh). Beim Neubau der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule (RBG) will die Stadt eine größere Sporthalle einplanen, als im Raumprogramm ursprünglich vorgesehen war: Anstatt drei soll es dort vier Felder geben. Die IGS hatte diesen Mehrbedarf bereits angemeldet und hat ihn nun anhand eines Modellplans für die Belegung der Sporthalle nachgewiesen.
Tatsächlich benötigt sie nach ihren eigenen Berechnungen sogar fünf Felder. Doch der Stadt zufolge ließe sich diese Differenz durch eine Kooperation mit der Wasserwerksschule ausgleichen; sie soll von der Region Hannover auf dem Nachbargrundstück einen Neubau erhalten, ebenfalls inklusive einer Sporthalle. Soweit haben auch die Politiker bei der jüngsten Sitzung des Schulausschusses nicht widersprochen: Was die Kosten angeht, forderten sie aber weitere Aufklärung.
Bisher hatte die Stadt für die 3-Feld-Halle 6,5 Millionen Euro veranschlagt, für die 4-Feld-Halle rechnet sie nun mit 10,3 Millionen Euro. Es zweifelte zwar niemand an, dass ein zusätzliches Feld sich finanziell bemerkbar macht – aber auch so äußerten sich die Politiker von SPD, CDU und FDP skeptisch. Ihr Einwand: Das gleiche Planungsbüro wie in Burgdorf hat auch in Burgwedel den Neubau einer Sporthalle für die Integrierte Gesamtschule (IGS) untersucht.
Dort kommt das Team von Drees und Sommer auf deutlich geringere Kosten, wie SPD-Ratsfrau Birgit Meinig anmerkte. So hatten sie dort für eine 3-Feld-Halle 5,58 Millionen Euro und für eine 4-Feld-Halle 7,63 Millionen Euro angesetzt. „Es gibt wohl kaum Zweifel, dass der Bedarf an Sportflächen besteht. Aber warum kann eine Nachbarkommune für rund sieben Millionen Euro ein Feld mehr bauen als wir?“, fragte FDP-Ratsherr Thomas Dreeskornfeld und ergänzte: „So salopp möchte ich nicht über 3,5 Millionen Euro mehr oder weniger entscheiden.“ Deshalb vertagten die Politiker die Entscheidung. Die Stadtverwaltung sicherte ihnen zu, dem Hinweis nachzugehen und zusätzliche Informationen zu den Kosten zu liefern.
Im Oktober hat die Stadt außerdem die Projektsteuerung des IGS-Neubaus an das Bielefelder Ingenieursbüro Constrata vergeben, das die Stadt nun bei der Ausschreibung und der Suche nach einem Totalunternehmer unterstützen und den Bau später kontrollieren soll.