Dagobert Strecker bleibt Vorsitzender

Kleinste Mitgliederversammlung in der Geschichte des Vereins Niedersächsische Spargelstraße: Schatzmeister Gerd Albrecht (von rechts), der Vorsitzende Dagobert Strecker, sein Stellvertreter Martin Fahrland und Janna Giere von der Geschäftsstelle Burgdorf. (Foto: privat)

Viele Mitglieder des Vereins Niedersächsische Spargelstraße haben schriftlich abgestimmt

Burgdorf (r/fh). Corona macht alles anders – so auch bei der Niedersächsischen Spargelstraße. Erstmalig wurde es den Mitgliedern freigestellt, auch schriftlich über die Tagesordnungspunkte abzustimmen. Dazu war keine Satzungsänderung nötig, das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie macht es möglich. So tagte Anfang November mit nur vier Personen die kleinste Mitgliederversammlung in der Vereinsgeschichte und war dennoch beschlussfähig.
Auf diese Weise wurden nicht nur die Haushaltsbeschlüsse für 2020 und 2021 gefasst, sondern die Mitglieder bestätigten auch den Vorsitzenden Dagobert Strecker im Amt. Der ehemalige Erste Stadtrat von Burgdorf leitet bereits seit 15 Jahren die Geschicke des Vereins. Jetzt gingen für ihn 30 Stimmen schriftlich ein.
Der Verein Niedersächsische Spargelstraße wurde am 19. März 1998 gegründet. Ziel war es, eine touristische Route durch die niedersächsischen Spargelregionen Hannover, Braunschweiger Land, Lüneburger Heide, Mittelweser und das Oldenburger Münsterland zu schaffen. Mittlerweile ist der rund 750 Kilometer lange Rundkurs längst ausgeschildert und führt nicht nur durch reizvolle Landschaften und vorbei an Sehenswürdigkeiten, sondern auch zu Restaurants mit hochwertigem heimischem Spargel, Märkten und Festen.
In all diesen Bereichen machte sich die Corona-Epidemie deutlich bemerkbar: Schon vor Saisonbeginn bangten die Landwirte um ihre Spargelernte, weil die Einreise für die Erntehelfer eingeschränkt war. Schließlich konnten die Stangen zwar rechtzeitig gestochen werden, doch in den Restaurants durften sie vorerst trotzdem nicht serviert werden. Sie mussten ebenso wie die Hotels weiterhin geschlossen bleiben und durften ihre Gerichte allenfalls im Außer-Haus-Verkauf anbieten. Auch jetzt im November und Dezember leiden viele Mitgliedsbetrieb des Vereins Niedersächsische Spargelstraße wieder unter dem Teil-Lockdown.
Einer der wenigen positiven Effekte sei es, dass in diesem Jahr mehr Menschen aufs Rad gestiegen sind und sich viel an der frischen Luft aufgehalten haben. Daran will der Verein anknüpfen und sich in den nächsten Jahren verstärkt für die Einrichtung von Radrundwegen mit Spargelbezug in den einzelnen Mitgliedskommunen stark machen.