Christlich-jüdischer Dialog in Bildern und Worten

Begleitprogramm zur Ausstellung in der KulturWerkStadt

BURGDORF (r/jk). Am 15. Juni ist die Ausstellung „Annäherungen: christlich-jüdischer Dialog in Bildern. Farbradierungen von Hartmut Berlinicke“ wieder von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Ab 14.00 Uhr wird Hartmut Berlinicke die Technik der Farbradierung erläutern und demonstrieren.
Das jahrhundertealte Radierhandwerk erfordert hohes zeichnerisches Talent und technisches Geschick. Berlinickes Graphiken sind Ätzradierungen, die im Mehrplattenfarbdruckverfahren zu Papier gebracht werden. Die wunderbaren Resultate dieses Vorgangs sind noch bis 7. Juli in der KulturWerkStadt zu besichtigen.
Nachdem mit Prof. Dr. Ursula Rudnick und Pastor i.R. Wolfgang Raupach-Rudnick hervorragende Kenner des Judentums zu wichtigen Festen im Jahreskreis der jüdischen Religionsfeste gesprochen haben, wird am 18. Juni ab 19.30 Uhr Rabbiner Dr. Gabor Lengyel in der KulturWerkStadt, Poststraße 2, über die Hohen jüdischen Feiertage Neujahr und Versöhnungsfest informieren. Lengyel hat sich nach einem Berufsleben als Ingenieur im Ruhestand mit der Ausbildung zum Rabbiner einen Lebenstraum erfüllt. Er wurde 2009 am Abraham Geiger Kolleg in Berlin ordiniert und der erste Rabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde Etz Chajim in Hannover. Lengyel stammt aus Budapest, wo er den Holocaust überlebte, den ungarischen Aufstand gegen die Kommunisten miterlebt und Ungarn 1956 verließ, um nach Israel zu gehen. Schon 1965 kam er nach Deutschland und begleitete 15 Jahre als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Braunschweig und als Mitbegründer der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Braunschweig den christlich-jüdischen Dialog. Austausch und Gespräch innerhalb der verschiedenen Strömungen des Judentums, zwischen Juden und Christen und zwischen Juden und Deutschen sind sein bleibendes Anliegen, getreu seinem Ordinationsspruch: „Sieh nicht auf den Krug, sondern auf das, was darinnen ist.“
Am 20. Juni lädt Pastor i.R. Rudolf Bembenneck zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung in die KulturWerkStadt, Poststraße 2, ein. Er wird einen Überblick über die drei ausgestellten Zyklen „Jüdische Feste“, „Christliche Feste“ und „Museum Auschwitz“ geben sowie die Einzelexponate „König der Juden“, „Retabel des Bundes“ und „Falkenburger Allegorie“ erläutern. Auch zum Gespräch über die Bilder und ihre Inhalte wird Gelegenheit sein.