Burgdorfer wurden in die Welt des Orients entführt

Zum Finale tanzte auch das Publikum mit. (Foto: Dana Noll)

Märchen und Tänze wie aus Tausendundeiner Nacht

BURGDORF (dno). Farbenprächtige Kostüme, schwungvolle Hüften und ein unterhaltsamer „story-teller“ bescherten den Burgdorfer/innen endlich ihre lang ersehnte „Orientalische Nacht“. Nachdem der Auftritt im CulturCircus „ins Wasser gefallen war“, ließen die etwa 20 Tänzerinnen nun im JohnnyB. ihren „Bauch tanzen“.
Etwa 130 Besucher/innen waren gekommen, um sich für einen Abend in die Welt des Orients entführen zu lassen. Dabei war das Publikum hauptsächlich weiblich – die Herren verpassten etwas! Denn das Zuschauen bereitete hier großes Vergnügen. Die Tänzerinnen vom Tanzstudio Dendera zeigten eine Vielzahl verschiedener Darbietungen und bewiesen, dass „Bauchtanz“ mehr ist, als nur mit den Hüften zu schwingen. Die waren natürlich im Dauereinsatz, dennoch ist es ein Ganzkörpertraining und vor allem ein Lebensgefühl. Denn hier waren Frauen auf der Bühne, die mit sich und ihrem Körper im Einklang waren.
Diese positive Ausstrahlung übertrug sich schnell auf das Publikum und so wurde mitgewippt und mitgeklatscht. Und nachdem die Kleinsten, die „Orient Elfen“ den Abend mit einem Popsong von Shakira eröffneten, gab es für die Burgdorfer/innen kein Halten mehr. Die jüngste Tänzerin war gerade mal 7 Jahre alt! Bei etwa 60.000 Freizeit-Bauch-Tänzerinnen in Deutschland, sind auch – Tendenz steigend – viele Kinder dabei.
Ob mit Stock oder Schleier, solo oder als Gruppe, ob klassisch oder modern – dem Publikum wurde eine große Palette an verschiedenen orientalischen Tänzen geboten. Besonderes Highlight waren die Auftritte der Tanzlehrerin Djiharah Naharina, deren Körperbeherrschung, ganz besonders beim Drum-Song, ein besonderer Augenschmaus war.
Aber neben dem Zuschauen war auch das Zuhören ein Genuss. Denn in den kurzen Pausen sorgte story-teller Michael O´Farrell für kurzweilige Unterhaltung. Der „London Irish“ lebt seit 35 Jahren in Burgdorf und erzählt „Märchen“. „Nicht in seiner Zeit bei der Norddeutschen Landesbank“, versicherte er. Mit seinen orientalisch, angehauchten Kurzgeschichten und Fabeln, brachte er das Publikum zum Lachen und auch ein bisschen zum Nachsinnen.
Nachdem sich die Besucher/innen in der Pause mit Mettbällchen in scharfer Sauce, Couscous oder Datteln gestärkt hatten, durften sie zum Finale gemeinsam mit den Tänzerinnen die Hüften schwingen.