Burgdorfer VIPs standen Schlange beim Schießen

Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann legt unter Beaufsichtigung von Schützendame Anja Piel auf die Scheiben an und zielt genau. (Foto: Holger Staab)
 
Die Gewinner der Pokale des VIP-Schießen, Schützenchef Karsten Siekmann und Schießsportleiter Urs-Uwe Simanowski präsentieren sich beim Gruppenfoto vor dem Schützenheim. (Foto: Holger Staab)

Schützenchef Karsten Siekmann warb für das Burgdorfer Schützenfest

BURGDORF (hs). Als fester Bestandteil des Burgdorfer Wirtschaftsleben hat sich das VIP-Schießen der Burgdorfer Schützengesellschaft heraus kristallisiert. Bereits zum 20. Mal fand nun das schon traditionelle Schießen im Burgdorfer Schützenheim statt. Und es ist nicht nur das Schießen, das diese Veranstaltung so beliebt macht. Es sind die Gespräche der Geschäftsleute, der sogenannte „Small Talk“ neben dem sportlichen Wirken, die für diesen Abend sprechen.
Die Burgdorfer Schützengesellschaft hatte eingeladen und 96 Teilnehmer, darunter 59 nicht aktive Schützen hatten zugesagt. Die VIPs standen im Schießstand Schlange, um mit dem Luft- und dem Kleinkalibergewehr auf die Scheiben anzulegen. Aber schon hier zeigte sich die eigentlich interessante Variante der Veranstaltung. Es wurde eifrig diskutiert, politische Meinungen ausgetauscht, Termine vereinbart oder einfach nur gefachsimpelt.
Dabei ist es klasse, mal etwas zu machen, was sonst eigentlich nur zweimal im Jahr möglich ist – ein Gewehr in die Hand zu nehmen und beurteilen zu können, wie schwer es ist, die 50 Meter entfernten Scheiben zu erkennen und dann auch noch zu treffen. Zweimal deshalb, weil beim Schützenfest in Burgdorf auch Nichtmitglieder des Schützenvereins die Möglichkeit haben, auf die Scheiben anzulegen. Darauf verwies der Vorsitzende der Schützengesellschaft, Karsten Siekmann, in seiner Begrüßungsansprache, nachdem er den vielen helfenden Schützen und Schützendamen gedankt hatte, die den Gästen und VIPs jederzeit hilfreich zur Seite standen.
„Ein Vorsitzender ist froh, wenn er ein gut gefülltes Haus vorfinden kann“, meinte Siekmann zur Beteiligung im Schützenheim, „ich hoffe diese Beteiligung setzt sich auch beim Schützenfest im Juni fort.“ Damit verwies er auf das Burgdorfer Volksfest, das vom 23. bis 26. Juni stattfindet. Beim Volkskönig oder auch beim Schießen auf die Burgdorfer Königsscheiben ist ein Mitwirken möglich und von der Schützengesellschaft gewünscht, da traditionell jeder Bürger auch Burgdorfer Schützenkönig werden kann.
Siekmann konnte die Vorfreude auf das Fest nicht verleugnen und ist sich sicher, dass trotz der in den letzten Jahren nicht immer guten Resonanz im Festzelt in diesem Jahr eine tolle Stimmung herrschen wird. Dazu wollen die Schützen mit kleinen Neuerungen und einem attraktiven Programm sorgen.
Bei den Wettbewerben um die Pokale hatten beim VIP-Schießen die Gäste absolute Priorität, die Schützen schossen verständlicherweise außer Konkurrenz. Den Luftgewehrwettbewerb auf die 10 Meter entfernte Glücksscheibe gewann Peter Bartels mit 83 Ringen. Auf die Kleinkaliberscheibe sichert die Qualität des Schützen und damit das beste Ergebnis den Erfolg. Ratsmitglied Walter Wundram gewann den Pokal mit guten 43 Ringen. Als Gesamtsieger wurde wiederum Peter Bartels mit 112 Ringen gekürt. Als beste Dame des Abends konnte Ellinor Kropp mit ansprechenden 95 Ringen den Preis in Empfang nehmen.
Bei einem Zusatzwettbewerb, den Kommandeur Rolf Hoppe in jedem Jahr organisiert und dessen Erlös der Schützenjugend zugute kommt, mussten Herzchen getroffen werden. Die VIPs sollten also Herzen brechen. Das konnte mit Anja Piel eine Dame am Besten und erhielt aus den Händen von Hoppe einen Sonderpreis.