Burgdorfer Tafel öffnet wieder

Lebensmittelausgabe erfolgt zunächst in zwei Gruppen im 14-tägigen Wechsel / Nutzer müssen Mund- und Nasenschutz tragen

BURGDORF (r/fh). Nach einer mehr als zweimonatigen Pause beginnt die Burgdorfer Tafel am heutigen Samstag, 23. Mai, wieder mit der Lebensmittelgruppe. Allerdings ist sie nicht für alle Kunden zugleich geöffnet: Um Gedränge zu vermeiden, wird die Ausgabe zunächst im Wechsel in zwei Gruppen stattfinden. Heute dürfen nur Nutzer mit den Ausweisnummern bis 250 kommen, am nächsten Samstag, 30. Mai, dann nur Nutzer mit Ausweisnummern ab 251. Die Lebensmittelausgabe beginnt jeweils um 14 Uhr im Paulus-Kirchenzentrum, Berliner Ring 17 (Eingang Rubensplatz). Das Anmeldeverfahren vorher entfällt. Außerdem bittet die Tafel alle Besucher, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, den Sicherheitsabstand von 1,50 Metern einzuhalten und die Ware allein abzuholen. Nur Kinder, die beaufsichtigt werden müssen, dürfen mitgenommen werden.
Etwa 180 bis 200 Nutzer sind derzeit bei der Tafel registriert, die teilweise aber auch Lebensmittel für eine Familie abholen, sodass insgesamt noch deutlich mehr Menschen davon profitieren. In den vergangenen zwei Monaten mussten sie auf die regelmäßigen Ausgaben der Tafel verzichten. Stattdessen wurden mehrfach Gutscheine für Edeka oder den Abholservice von Restaurants verteilt, die im Rahmen der Aktion "Burgdorf hilft" gespendet wurden. "Wir sind froh, dass wir den Hilfsbedarf damit zumindest zu einem Teil auffangen konnten", sagt der Vorsitzende der Tafel Thomas Wortmann. Die Ehrenamtlichen hätten etwa alle zwei Woche Gutscheine bei den Nutzern eingeworfen. "Bei einigen, die nicht gut zu Fuß sind, haben wir außerdem auch Lebensmitteltüten vor die Tür gestellt, die wir mit Produkten aus unserem Lager gefüllt haben", ergänzt Wortmann.
Dennoch sei ihnen die Entscheidung, zu pausieren, schwer gefallen. Allerdings habe man auf keinen Fall einen Hot-Spot für die Ausbreitung des Virus schaffen wollen.  Außerdem gehörten die meisten Ehrenamtlichen selbst zur Risikogruppe. "Durch die Hamsterkäufe vor allem in der ersten Zeit hätten wir von den Supermärkten außerdem längst nicht so viele Lebensmittelspenden erhalten können wie üblich", fügt Wortmann hinzu. Nun sei er aber sehr froh, dass die Lebensmittelausgabe wieder startet.