Burgdorfer Tafel hat neue Lagerräume

Petra Seffer, Manuela Haacke und Doris Regenhardt (v.li.) in der ehemaligen Hausmeisterwohnung, die der Burgdorfer Tafel nun als Lebensmittelmagazin dienst. Foto: Georg Bosse

Neuer Lagerstützpunkt ist mit Küche und Kühlkammer komfortabler

BURGDORF (gb). Am letzten Märzwochenende des Jahres und wenige Stunden vor der "Sommerzeit", hat die Burgdorfer Tafel ihre neuen Lagerräume an der Grünewaldstraße offiziell in Betrieb genommen. "Wir konnten mit der Stadt Burgdorf einen Nebenkosten-Mietvertrag für die ehemalige Hausmeisterwohnung der Gudrun-Pausewang-Grundschule abschließen und sind jetzt in der Situation, in aller Ruhe mittelfristig planen zu können", sagte Tafel-Vorsitzender Thomas Wortmann. Dabei vergaß er nicht, die großartige Rückendeckung der Famile Malik dankend zu erwähnen, die den ehrenamtlichen Helfer/innen 15 Jahre lang kostenlose Lagerräumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Die neue gut 100 Quadratmeter große Lagerfläche sei auf mehrere Räume verteilt und "für uns, inklusive einer Kühlkammer, komfortabler", so Vize-Vorsitzende Manuela Haacke. 
Bei der Renovierung des Lebensmittelstützpunktes waren neben den 180 Stunden freiwilliger "Muskelhypothek" der Tafel-Mitglieder die örtlichen Unternehmen CKT-Folientechnik, Wilhelm Cramer GmbH und TABO (Rudolphe "Rudi" Dombrowski) sowie die VGH, die Otzer Schmiede und die Familie Gessert mit Geld- und Materialspenden maßgeblich beteiligt.
"Seit der Gründung vor 17 Jahren hat sich die Burgdorfer Tafel leider zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Es ist gut, dass es uns gibt, aber eine Schande, dass es die Tafeln in Deutschland geben muss", bekamen die 40 Gäste, darunter das Bürgermeisterkandidatentrio Rüdiger Nijenhof, Armin Pollehn und Matthias Paul, von Thomas Wortmann zu hören.
Für das Abholen und die Ausgabe der gespendeten Lebensmittel sucht die Tafel ständig helfende Hände. Interessierte können unter der Mobilnummer: (01520) 99 07 117 oder per Email: burgdorfertafel@gmx.de Kontakt aufnehmen. Die Ausgabe der Lebensmittel erfolgt wöchentlich jeden Samstag zwischen 14 und 16 Uhr im Paulus-Gemeindezentrum am "Berliner Ring".


Burgdorfer Tafel e.V.
In Deutschland gibt es Lebensmittel im Überfluss - und dennoch herrscht bei vielen Menschen ein unwürdiger Mangel.
2002 wurde die Burgdorfer Tafel von Freunden um Manuela Haacke ins Leben gerufen. Der gemeinnützige Verein hat derzeit 70 Mitglieder, von denen der überwiegende Teil aktiv ist. Aktuell werden 130 bis 150 Familien mit bis zu 500 Personen, die von Arbeitslosengeld II ("Hartz IV") und Grundsicherung, von Sozialhilfe oder geringer Rente leben müssen, mit Lebensmitteln versorgt.