Burgdorfer Schützenheim öffnete seine Türen

Diana Heuer vom Spielmannszug der Burgdorfer Schützengesellschaft drückt den als PiWi (dem Maskottchen der Burgdorfer Schützen) verkleideten Jörg Hoppe. (Foto: st)
 
Beim Schießkino konnten sich Besucher auch beim Wurfscheibenschießen testen. (Foto: st)
Burgdorf: Schützenheim Burgdorf |

Schützengesellschaft zeigte sportliche und gesellschaftliche Seite

BURGDORF (st). Die Burgdorfer Schützengesellschaft von 1593 zeigte alle Facetten ihres Vereinslebens. Beim Tag der offenen Tür im Schützenheim „An der Bleiche“ präsentierten die Schützen sowohl ihre sportliche wie auch ihre gesellschaftliche Seite.
Verschiedene Waffengattungen wurden vorgestellt, die Schießstände und das Schützenheim mit allen Räumen zugänglich gemacht, beim Schießkino um die Wette geschossen und es wurde den Besuchern auch Gelegenheit geboten, Einblicke in das Vereinsleben zu bekommen. Dabei waren nicht nur erwachsene Besucher angesprochen, auch für Kinder und Jugendliche war etwas dabei. Die Schützen stellten im Schießstand ein Lichtpunktgewehr vor und bauten sogar ein Schießkino auf, das von Jungen und Mädchen sowie vielen Erwachsenen gleichfalls umlagert wurde. Im von den Bürgerschützen Lehrte ausgeliehenen Kino konnte auf bewegliche Scheiben geschossen, auf Dosen gezielt und Wurfscheibenschießen durchgeführt werden.
Alle Korporationen, von den Aue Rosen bis zu den Sportpistolenschützen stellten ihre Aktivitäten auf Schautafeln vor und gaben bereitwillig Auskunft über ihre Abteilung, ihre Ziele und ihre Motivation, bei den Schützen aktiv dabei zu sein. Es war ein Tag zum Anfassen, Betrachten und zum Ausprobieren und viele Burgdorfer ließen sich die Möglichkeit nicht entgehen, die Tradition der Schützen näher kennen zu lernen.
Auch der Spielmannszug der Schützengesellschaft gab stündlich ein kleines Konzert und sorgte so für die passende Untermalung und die Stimmung. Kinder konnten sich schminken lassen, aber das war nicht so interessant, wie der kleine Wettbewerb zur Treffsicherheit des Nachwuchses. Beim Biathlon-Schießen, Dartwerfen, Angeln, Würfeln, Jakkolo und Halten einer Wasserflasche kamen die Jüngsten genauso in Schwung, wie die Teilnehmer ab 12 Jahre, die auch mit dem Luftgewehr und der Luftpistole auf die Scheiben zielen durften.
Nach langer Pause veranstaltete die Schützengesellschaft erstmals wieder diesen Tag und er begann damit, dass der 1. Vorsitzende Jörg Hoppe im PiWi-Outfit, dem Maskottchen der Burgdorfer Schützen, durch die Geschäftsstraßen der Stadt marschierte und so die Aufmerksamkeit auf die Schützen richtete. Auch auf dem angrenzenden Pferdemarkt schauten viele der komischen Scheibenfigur hinterher.
„Eine schweißtreibende Angelegenheit“, wie Hoppe hinterher zugab.
Mit der Veranstaltung seines Vereins war Hoppe durchaus zufrieden: „Wichtig war, dass wir wieder einmal einen Tag der offenen Tür machen. Wir müssen uns präsentieren und den Burgdorfern zeigen, auch wenn der Pferdemarkt und der lange Sonnabend für eine Anhäufung von Veranstaltungen sorgten. Im Großen und Ganzen können wir aber zufrieden sein.“
Insgesamt ein gelungener und erfolgreicher Tag der Schützen, die gerade bei den jungen Besuchern, die zudem auch noch am Übungsschießen für den Kinderkönig teilnahmen, ein wenig Mitgliederwerbung für ihren Sport machten. Jörg Hoppe lobte denn auch seine Helfer, die an diesem Tag viel leisteten, um den Gästen das Schützenwesen zu erklären und ihnen den Besuch so angenehm wie möglich zu gestalten.