Burgdorfer Schützen bereiten sich auf das Volks- und Schützenfest vor

Winfried Schulze schenkt Jörg Hoppe, Carsten Hoffmann und Heiko Fuchs ein Gläschen Merlot zum Probieren ein. (Foto: Holger Staab)

Burgdorfer Schützengesellschaft probierte Wein bei Festwirtin Karin Schulze

BURGDORF (hs). Es gelangt selten in die Öffentlichkeit, aber es gehört zur intensiven Vorbereitung auf das bevorstehende große Ereignis in der Stadt Burgdorf. Im Vorfeld des Burgdorfer Volks- und Schützenfestes sind die Kooperationen bereits den kompletten Juni im Einsatz und dabei viele Abende mit positivem Stress belastet. Es sind die kleinen Dinge, die ein so großes Fest zu einem „Ganzen“ werden lassen. Dazu gehört nicht nur das Aufhängen der Ankündigungsschilder in der Stadt oder das Grünholen, auch die Weinprobe bei Festwirtin Karin Schulze oder die Sparfachleerungen im Schützenheim sind wichtige Punkte im Vorfeld des Festes.
Der MARKTSPIEGEL war in diesem Jahr dabei und konnte so einen Eindruck von den vielen Programmpunkten, der Organisation und den Planungen der Festwirtin miterleben. Das Ehepaar Karin und Winfried Schulze, die sowohl das Gasthaus und Hotel Fricke in Sievershausen wie auch das Hotel und Restaurant Fricke in Hämelerwald bewirtschaften, bat schon traditionell zur Weinprobe in ihr Domizil. Diesmal wurden der Schützenvorstand und die Vorstände der Kooperationen der Burgdorfer Schützengesellschaft erstmals nach Hämelerwald geladen und bei Spargel, Schinken und Schnitzel bewirtet.
„Wir sind genauso der Tradition verbunden, wie die Vereine“, meinte Karin Schulze, die Tochter vom kürzlich verstorbenen langjährigen Festwirt Hermann Fricke. Sie kann auf eine lange Vergangenheit des 1896 gegründeten Gasthauses zurückblicken. Auch die Verbindung als Festwirt des Burgdorfer Schützenfestes hält bereits seit knapp 40 Jahren. Die Weinprobe für das große Fest gehört schon zum alljährlichen Prozedere. Rolf Hoppe, Kommandeur der Schützen: „Wir suchen für die einzelnen Kooperationen den Wein, der die meisten Geschmäcker trifft.“
Und die Schützen waren sich ziemlich einig, denn unter den vierzehn getesteten Weinen war ganz klar der „2008er Blanc de noir“ der Favorit. Aber auch ein Chardonnay, ein Silvaner und ein Weißherbst kamen gut an. Insgesamt setzen die Germanen, Junggesellen, Aue Rosen, Schützendamen und der Schützenvorstand auf leichte Weine, die bei möglichen hohen Temperaturen im Festzelt auch erfrischend sind. Die favorisierten Weine wurden gleich an Ort und Stelle bei Festwirtin Schulze vorbestellt.
Auch einige Eckpunkte des Schützenfestes wurden in diesem Rahmen angesprochen und die erfreuliche Meldung für die Burgdorfer Bürger ist der konstante Preis der „Lüttjen Lage“, der weiterhin bei 60 Cent liegt. Da die Burgdorfer Schlachterei Eichner geschlossen wurde, war auch der Ablauf des Kinderkönigsschießens fraglich. In diesem Jahr bleibt aber alles im gewohnten Rhythmus und die Kinder treffen sich wieder bei Eichner in der Wallstraße und marschieren dann mit Musik zum Schützenplatz.
Neben dem Ratsschießen (der MARKTSPIEGEL berichtete), das bereits am nächsten Tag die Schützen weiter beschäftigte, wurden auch schon die diversen Sparfachleerungen geplant. Die Mitglieder der Kooperationen sparen das ganze Jahr im Burgdorfer Schützenheim, damit zum Fest ein wenig Geld zum Feiern vorhanden ist. Kurz vor dem Schützenfest, außer bei den Aue Rosen, da ist der Termin kurz vor Weihnachten, werden dann bei einem gemeinsamen Essen, die gesparten Beträge mit Zinsen ausgezahlt. Nicht ganz der Jahreszeit entsprechend gibt es dann Haxen oder Rippchen satt und die persönliche Schützenfestkasse wird aufgefrischt.
Die Schießzeiten, Organisationstreffen, öffentliche Auftritte und viele andere Termine vor dem eigentlichen Fest treten im Juni bis zum Schützenfest vom 24. bis 27. Juni also gehäuft auf. Dennoch freuen sich die Mitglieder der Schützengesellschaft auf diese Zeit und besonders auf den Höhepunkt, das Burgdorfer Schützenfest.