Burgdorf erinnert an die Geschehnisse der Reichskristallnacht

Prof. Dr. Ismar Schorsch wird in Burgdorf über Versöhnung sprechen. (Foto: Kirchenkreis)

Prof. Dr. Ismar Schorsch spricht über Wiedergutmachung und Versöhnung

BURGDORF (r/jk). Im Rahmen des Gedenkens am 9.November kommt Professor Ismar Schorsch aus New York nach Burgdorf. Als Historiker und Experte für moderne Jüdische Geschichte, insbesondere für die Geschichte der Juden in Deutschland, wird Prof. Dr. Ismar Schorsch seine Forschungsergebnisse zu dem umfassenden Thema der deutschen Vergangenheitsbewältigung präsentieren, dies jedoch auch und ganz besonders im Licht seiner persönlichen Erfahrungen.
Ismar Schorsch war 6. Kanzler am berühmten Jewish Theological Seminary (JTS) in New York, war Präsident des Leo Baeck Instituts und ist gebürtiger Hannoveraner. Sein Vater, Emil Schorsch, war Rabbiner der großen Synagoge in Hannover, die in der Nacht vom 9. November 1938 im Stadtteil Calenberger Neustadt zerstört wurde. Nach der Deportation und Freilassung seines Vaters aus dem KZ Buchenwald gelang Ismar Schorschs Familie die Flucht nach England. Von dort emigrierte sie 1940 in die USA. Damals war Ismar Schorsch fünf Jahre alt.
Die Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Kirchenkreis Burgdorf, der Stadtakademie Hannover, Scena und der Stadt Burgdorf sowie dem Arbeitskreis Gedenkweg 9.November geplant wurde, findet am Donnerstag, 10. November, ab 19.00 Uhr im Schloss im Ratssaal statt.
Nach dem Vortrag „Von Wiedergutmachung zu Versöhnung: Etappen der Vergangenheitsbewältigung“ von Prof. Dr. Ismar Schorsch wird Burgdorfs stellvertretende Bürgermeisterin Christa Weilert-Penk ein Gedenkwort sprechen. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgen Dr. Matthias Schorr (Violine) und Michael Schalamov (Piano).