Burgdorf bekommt Sozialen Tannenbaum

Mit der Aktion "Sozialer Weihnachtsbaum" sollen Kindern Wünsche erfüllt werden. (Foto: Symbolbild/Pixabay)

Kinder können Wünsche bis zum 27. November bei Frauen- und Mütterzentrum einreichen

Burgdorf (r/fh). Die Adventszeit ist für viele Kinder eine Zeit der Vorfreude. Aber nicht allen Eltern ist es möglich, ihren Kindern den Weihnachtswunsch zu erfüllen. Für diese Familien organisiert das Frauen- und Mütterzentrum Burg­dorf in diesem Jahr erstmals einen „Sozialen Tannenbaum“. Die Aktion geht auf eine Initiative der SPD-Fraktion im Rat zurück und wird vom städtischen Familienservicebüro und von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) unterstützt.
Dabei sollen Wünsche bis zu einem Wert von je 25 Euro erfüllt werden. Kinder aus Familien, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen, können ihre Wünsche dem Frauen- und Mütterzentrum bis zum 27. November mitteilen, möglichst per E-Mail an info@frauen-und-muetterzentrum.de. Dabei müssen sie ihre Kontaktdaten und ihr Alter angeben.
Die Wünsche werden ohne Namensnennung als Stern an einen Tannenbaum gehängt, der ab dem 30. November vor dem Gebäude des Frauen- und Mütterzentrums an der Wallgartenstraße 33/34 stehen wird. Die Kinder, die beschenkt werden, und ihre Familien bleiben anonym. Nur die Mitarbeiter des Frauen- und Mütterzentrums können die Wünsche anhand von Nummern zuordnen.
Burgdorfer Bürger, Vereine und Unternehmen, die einen Wunsch erfüllen möchten, suchen sich in der Zeit vom 30. November bis 11. Dezember einen Stern aus und überweisen 25 Euro unter Angabe der Nummer des Sterns. Die Helferinnen kaufen daraufhin das Geschenk. Wer selbst einkaufen gehen möchte, kann das auch gerne tun und das Geschenk unverpackt bis zum 11. Dezember im Frauen- und Mütterzentrum abgeben. Auch in diesem Fall sorgen die Helferinnen dafür, dass das Geschenk rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegt.
Der Vorschlag für den „Sozialen Tannenbaum“ kam von dem SPD-Ratsherrn Arne Hinz. Bei der jüngsten Ratssitzung Ende Oktober hatte er einen entsprechenden Antrag vorgestellt und gefragt, ob die Verwaltung das bereits in diesem Jahr umsetzen könne, um betroffenen Familien gerade in Zeiten der Corona-Epidemie zu Weihnachten eine Freude zu machen. „Die Verwaltung selbst schafft das nicht so schnell“, teilte der Erste Stadtrat Michael Kugel nun im Sozialausschuss mit. Aber Karin Goldmann vom Familienservicebüro habe sofort zum Telefonhörer gegriffen und bei möglichen Kooperationspartnern angefragt. Und das Frauen- und Mütterzentrum erklärte sich bereit, den „Sozialen Tannenbaum“ kurzfristig zu organisieren. Da diese Aktion auch finanzielle Ressourcen benötigt, sponsern die AWO und die Stadt Burgdorf diese Aktion mit jeweils 250 Euro.
SPD-Ratsherr Dieter Mohrich bezeichnete den „Sozialen Tannenbaum“ überschwänglich als „Idee des Jahres 2020“ und ergänzte: „Dass wir ihn noch in diesem Jahr umsetzen können, bringt Hoffnung!“